Tölzer Stadtrat ehrt Josef Niedermaier für dessen achtjährige Amtszeit

Landrat wird Altbürgermeister

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Auch wenn er eigentlich noch nicht so alt ist, bekam Landrat Josef Niedermaier (2.v.l.) am Dienstag doch vom Tölzer Stadtrat die Ehrentitel Altbürgermeister verliehen. Auf dem Foto außerdem (v.l.) Andrea Niedermaier, 3. Bürgermeister Ludwig Bauer und Bürgermeister Josef Janker.

Bad Tölz – Der Geehrte ist 49 Jahre alt, der Ehrende ist bereits 60, dennoch ist es der elf Jahre Jüngere, der zum Altbürgermeister ernannt wurde. Landrat Josef Niedermaier erhielt nun von Josef Janker diesen Titel.

Niedermaier war von 2000 bis 2008 Bürgermeister der Stadt Bad Tölz. Den entsprechenden Antrag hatte die Fraktion der Freien Wähler (FWG) bereits im September gestellt. Der Titel „Altbürgermeister”, den auch Dr. Eckart Fadinger (CSU) trägt, sei, so die FWG, ein „Zeichen der Anerkennung” für außergewöhnliche Listungen für die Stadt Bad Tölz. Als solche zählte Janker in der Feierstande, an der auch Niedermaiers Ehefrau Andrea teilnahm, die Entwicklung des neuen Stadtgebiets auf der Flinthöhe, die Ansiedlung des Flugzeugzulieferers Sitec, den Kauf des Franziskanerklosters und die Übergabe des Stadtischen Krankenhauses an die Asklepios Klinik GmbH auf. Gelächter gab es, als Janker auch die Übergabe des Tölzer Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums an den Landkreis aufzählte, ist es doch nun der Landkreis, der zur Zeit die millionenschwere energetische Sanierung des Gebäudes an der Hindenburgstraße stemmen muss. Janker würdigte außerdem Niedermaiers „Zielstrebigkeit und Kompetenz” sowie die Unterstützung des vielseitigen Kommunalpolitikers durch seine Ehefrau Andrea. Als er seinem Vorgänger im Amt die Ehrenurkunde überreichte, brandete im Sitzungssaal großer Beifall auf. Niedermaier erinnerte in seiner Dankesrede an die Zeit im Tölzer Rathaus. So war er von 1996 bis 1999 Stadtrat der FWG, dann unter Albert Schäffenacker (FWG) bis 2000 dritter Bürgermeister und schließlich nach dem Tod Schäffenackers von 2000 bis 2008 Bürgermeister. Nach seinem Wechsel auf den Landratssessel wolle er es mit seinem unvergesenen Kollegen Josef Deimer aus Landshut halten, der ihm als ehemaliger Städtetagspräsident den Rat gegeben habe: „Wenn man nichts mehr zu sagen hat, soll man trotzdem den Mund halten.” Dies bedeute, so Niedermaier, dass er sich seither nicht mehr in die Entscheidungen der Stadtpolitik einmischen wolle. bo

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