Bauland nicht zu teuer

Tölzer Zwickerwiese: Bohrungen nach einem Problem unterbrochen

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Derzeit ruhen die Bohrungen auf der Zwickerwiese, da der Bohrer beschädigt wurde. Vom ehemaligen Arnold Stollen ist nur noch ein halbverfallenes Eingangsbauwerk im Wald übrig. 

Bad Tölz – Im vergangenen Jahr war das Thema noch der Aufreger bei den Anliegern an Hintersberg und teilweise auch im Stadtrat, inzwischen ist es ruhig geworden um das Baugebiet „Zwickerwiese“ im Norden von Bad Tölz. Dort sollen nach dem Scheitern des Projektes Bichler Hof insgesamt 37 Gebäude entstehen, um die Tölzer Wohnungsnot zu lindern.

Da deren Erschließung jedoch über die jetzige Sackgasse Heißstraße erfolgen soll, gab es Bedenken der Anlieger, die bis zu 1.400 Fahrzeugbewegungen befürchteten. Inzwischen hat ein Gutachten ergeben, dass es nicht einmal zehn Prozent werden dürften, doch ob die Vorbehalte der Anlieger damit ausgeräumt wurden, ist unklar. Unklar ist auch, wann dort mit dem Hausbau zu rechnen ist. Ein Drittel des Areals ist im Eigentum der Stadt, zwei Drittel vermarktet der Eigentümer des Zwickerhofes.

Derzeit ruhen die vorbereitenden Bohrungen auf dem Weidegrundstück des Zwickerhofes, da ein Bohrer beschädigt wurde, wie Bauamtsleiter Christian Fürstberger in der jüngsten Stadtratssitzung auf Anfrage von Martin Harrer (FWG) sagte. Die Bohrungen – wir haben berichtet – waren notwendig geworden, weil sich auf sowie unter dem Areal der sogenannte Arnold Stollen befindet, mit dem man vor über 100 Jahren auf der Suche nach Kohle bohrte, ohne jedoch, anders als in Hausham oder Penzberg, fündig zu werden. Vom Stollen ist heute nur noch ein verfallenes Eingangsbauwerk zu sehen, es sind jedoch Hohlräume vorhanden, die vermutlich verfüllt werden müssen. Um sicher zu gehen, wurde deshalb eine auswärtige Berg­bau-Firma mit entsprechenden Bohrungen beauftragt.

Die Bohrungen sollen Anfang Juli weitergehen, wie Fürstberger sagte. Nach deren Abschluss sollen dann die eingestürzten Stollen mit flüssigem Beton druckverfüllt werden, so dass es später nicht zu Bodensenkungen kommen kann. Derzeit rechnet Fürstberger mit rund 300.000 Euro Kosten, die auf die künftigen Käufer der Grundstücke umgelegt werden. Mit 20 bis 25 Euro pro Quadratmeter Mehrkosten sei zu rechnen, so der Bauamtsleiter, also „nichts unendlich teures“.

Vor dem eigentlichen Bau muss noch durch die Stadtverwaltung das entsprechende Bebauungsplan-Verfahren mit öffentlicher Auslegung der Pläne durchgezogen werden. Zudem ist eine Veranstaltung zur Information der Bürger geplant, die eigentlich schon im Frühjahr hätte stattfinden sollen. „Einwände können aber jederzeit im Rathaus vorgebracht werden“, so Fürstberger. bo

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