Kiebitz oder Eisvogel?

Top-Ten-Kandidaten zum Vogel des Jahres 2021 kämpfen um den Titel

Eine Amsel
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Die Amsel, die auch Pfiffe nachahmen kann.
  • Franca Winkler
    vonFranca Winkler
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Landkreis – Die Vorwahlphase der vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) und seinem bundesweiten Partner Naturschutzbund Deutschland (NABU) organisierten ersten öffentlichen Wahl zum „Vogel des Jahres“ ist beendet. Knapp 130.000 Personen wählten in den vergangenen Wochen bis zum 15. Dezember aus 307 heimischen Brutvogelarten und den wichtigsten Gastvogelarten ihre Favoriten aus.


Die Stadttaube hat es mit 8.937 Stimmen auf den ersten Platz in der Vorwahl geschafft, danach folgen in der Top Fünf Auswahl Rotkehlchen (5.962 Stimmen), Amsel (5.088 Stimmen) dicht gefolgt von der Feldlerche mit 5.069 Stimmen und dem Goldregenpfeifer mit 4.772 Stimmen). Blaumeise, Eisvogel, Haussperling, Kiebitz und Rauchschwalbe liegen auf den Rängen sechs bis neun. Der Rotmilan auf Rang elf verpasste den Einzug in die Endrunde nur sehr knapp um genau 100 Stimmen.

Die Top Ten werden nun ab Montag, 18. Januar um den Titel „Vogel des Jahres 2021“ kämpfen. Alle Menschen in Bayern sind daher aufgerufen bis zum 19. März unter www.lbv.de/vogeldesjahres ihren gefiederten Liebling zu wählen.

LBV-Vorsitzender Dr. Norbert Schäffer kommentiert: „Wir freuen uns sehr über das große Interesse an der ersten öffentlichen Wahl zum Vogel des Jahres. Mehr als 2.500 Wahlkampfteams haben sich bundesweit zusammengeschlossen, um für ihren jeweiligen Kandidaten Wahlkampf zu machen. Die Begeisterung für unsere heimische Vogelwelt, die wir in der Vorwahl erfahren haben, ist ein gutes Zeichen für den Artenschutz. Wir sind sehr gespannt, wer von den zehn sehr unterschiedlichen Vogelarten kurz vor Frühlingsanfang auf das Siegerpodest fliegt.“

Mit Stadttaube, Rotkehlchen, Amsel, Blaumeise und Haussperling haben sich fünf altbekannte und häufige Vogelarten für die Stichwahl qualifiziert. Unter den nominierten der zehn beliebtesten Tiere befinden sich insgesamt fünf ungefährdete Vogelarten, vier gefährdete Arten und eine Art, die in der Vorwarnkategorie der Roten Liste gefährdeter Arten steht. Besorgniserregend ist vor allem die Situation von Kiebitz und Feldlerche, die wie viele andere Vogelarten der Agrarlandschaft unter der Intensivierung der Landwirtschaft mit Monokulturen, hohem Pestizideinsatz und kaum Restflächen für die Natur leiden. In Deutschland ist bei den Feldvögeln seit 1980 eine Bestandsabnahme von 34 Prozent zu verzeichnen. Die Rauchschwalbe auf Platz zehn repräsentiert die Gruppe der Zugvögel, welche südlich der Sahara in Afrika überwintern. Viele Arten mit dieser Überwinterungsstrategie gehen derzeit besonders stark zurück.

Die bisherigen Titelträger aus 50 Jahren „Vogel des Jahres“ finden sich in allen Teilen der Ergebnistabelle. Sieben der nun gewählten Finalisten trugen den Titel schon einmal. Nur Stadttaube, Amsel und Blaumeise sind Neulinge. Abgeschlagen auf Rang 292 landete dagegen mit nur acht Nominierungen der Teichrohrsänger, Vogel des Jahres 1989.

Der „Vogel des Jahres“ wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1971 und bislang immer von Vertretern der Verbände LBV und NABU gekürt. Zum 50. Jubiläum der Aktion dürfen nun alle Menschen in Deutschland die Wahl selbst in die Hand nehmen.

Abstimmung

Auf der Website www.lbv.de/vogeldesjahres findet man neben der Abstimmung zum Vogel des Jahres viele weitere Informationen über die einzelnen Tieren bis hin zu Tonaufnahmen der Gesänge, Malvorlagen und auch Zeichenanleitungen.

Franca Winkler

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