Personalsuche schwierig gewesenTrägerverein Jugend- und Sozialarbeit stellt sich neu auf

Personalsuche schwierig gewesen

TVJA-Geschäftsführer Rudi Mühlhans und Vorsitzende Kerstin Halba (vorne v. l.) freuen sich über die Neuzugänge Alexander Kapeindl, Dominik Wolter, Franziska Walter und Patrick Schmook (hinten v. l.). Nicht auf dem Foto: Elsa Kodeda, Jakob Arendt und Christian Obermeier.ph

Geretsried – Eine große Fluktuation macht sich beim Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit (TVJA) bemerkbar. Nachdem sich langjährige Mitarbeiter wie Elisabeth Schmid, Christian Lotz und Streetworker Michael Mock verabschiedet hatten, gestaltete sich die Suche nach neuem Personal schwierig.

Dennoch gelang es der Vorsitzenden Kerstin Halba und dem Geschäftsführer Rudi Mühlhans, ein neues siebenköpfiges Team zusammenzustellen. Bei einem Pressegespräch im Jugendzentrum Saftladen stellten sich die jungen Frauen und Männer vor.

„Ich finde es wichtig, junge Menschen und ihre Anliegen ernst zu nehmen und sie auf ihrem Weg zu begleiten“, beschreibt Franziska Walter ihre Motivation. Sie arbeitet seit April für den TVJA und leistet 20 Stunden im Saftladen. Als mobiler Jugendarbeiter ist künftig der 23-jährige Patrick Schmook auf Geretsrieds Straßen unterwegs. Die Leitung des Jugendtreffs Ein-Stein hat Christian Obermaier übernommen. Der Penzberger übernimmt damit die Nachfolge von Lilly Schöffmann, die als zweifache Mutter voraussichtlich zwei Jahre Elternzeit in Anspruch nehmen wird. Im Saftladen sind Alexander Kapeindl und Dominik Wolter tätig. Zudem freut sich der TVJA über die Rückkehr von Jakob Arendt. Der gebürtige Tölzer leistete bereits 2018 und 2019 seinen Freiwilligendienst und engagiert sich zudem im Geretsrieder Jugendrat. Fünf Wochenstunden Projektarbeit in den Jugendhäusern und zehn Stunden in der schulischen Ganztagsbetreuung leistet künftig die in Russland aufgewachsene Germanistin und Musikpädagogin Elsa Kodeda, die neben diesen Tätigkeiten als Konzert- und Opernsängerin aktiv ist. Noch unklar ist, wer die derzeit unbesetzte Leitung des Saftladens übernimmt. TVJA-Geschäftsführer Rudi Mühlhans hofft, dass hierfür Bewerbungen eintreffen und diese Personallücke schnell geschlossen werden kann.

Derweil gestaltet sich auch die Aufgabenverteilung der Mitarbeiter flexibler. So werden sie, sofern sie mehr als 20 Stunden aktiv sind, sich sowohl im Ein-Stein als auch im Saftladen engagieren. Die bislang für die mobile Jugendarbeit eingesetzten 24 Mitarbeiterstunden werden den beiden Jugendhäusern zugeordnet und unterteilen sich in Süd und Nord. „Zentral dabei ist, dass künftig zwei Mitarbeiter die Aufgaben der mobilen Jugendarbeit übernehmen. So können sie sich gegenseitig austauschen und sich zum Beispiel bei Urlaub oder Erkrankung vertreten“, erklärte Mühlhans.

Die vorübergehende Schließung der beiden Jugendzentren nutzte der TVJA also, um sich neu zu strukturieren. Dennoch macht sich aufgrund der immer noch bestehenden Hygiene- und Abstandsregeln ein deutlicher Rückgang des Zulaufs bemerkbar. „Vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie besuchten etwa 50 Prozent mehr Jugendliche die beiden Jugendzentren“, berichtete Mühlhans. Derzeit kommen etwa 20 bis 30 Jugendliche täglich in den Saftladen, im Ein-Stein sind es rund 40. Halba und Mühlhans hoffen nun auf weitere Corona-Lockerungen, sodass den jungen Besuchern wieder mehr Freizeitangebote zur Verfügung stehen. Peter Herrmann

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