Trotz Corona gute Auftragslage

Bau von 694 Wohnungen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen genehmigt

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Schwer zu tragen: Bauarbeiter haben auch in der Corona-Krise viel zu tun. Für sie fordert die Gewerkschaft IG BAU jetzt höhere Löhne und die Bezahlung von Fahrzeiten.

Landkreis – Bau bleibt krisenfest: Während die Corona-Pandemie ganze Wirtschaftszweige lahmlegt, ist auf Baustellen weiter viel zu tun. Das geht aus der Bilanz der Baugenehmigungen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen hervor.

Während die Corona-Pandemie ganze Wirtschaftszweige lahmlegt, ist auf Baustellen weiter viel zu tun. Das geht aus der Bilanz der Baugenehmigungen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen hervor. „Trotz Corona sind die Auftragsbücher vieler Firmen voll. Sie arbeiten jetzt die geplanten Wohnungsbauprojekte ab“, sagt Michael Müller von der IG Bau Oberbayern. Nun müssten allerdings auch die Beschäftigten profitieren. In der im Mai beginnenden Tarifrunde für die Baubranche fordert die Gewerkschaft ein „kräftiges Lohn-Plus“ und eine Entschädigung der Wegezeiten.

Danach wurde hier im vergangenen Jahr der Bau von 694 Wohnungen genehmigt, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitteilt. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf Zahlen des Statistischen Bundesamts und Erfahrungen in der Baustoffindustrie. „Klar ist: Trotz Corona sind die Auftragsbücher voll. Die Firmen arbeiten jetzt die Wohnungsbauprojekte vom Ein- bis zum Mehrfamilienhaus ab“, sagt Michael Müller, Bezirksvorsitzender der IG Bau Oberbayern.

Nun müssten allerdings auch die Beschäftigten davon profitieren. „Bauarbeiter sind nicht nur Garanten dafür, dass wir genug Wohnraum haben. Sie leisten in der Krise seit Wochen einen entscheidenden Beitrag dafür, dass die heimische Wirtschaft nicht völlig abstürzt“, betont Müller weiter. Der Bau sei eine wichtige Lokomotive für die Konjunktur – auch im Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Die IG Bau fordert deshalb in den anstehenden Tarifverhandlungen ein „kräftiges Lohn-Plus“.

Außerdem sollen die Fahrzeiten zur Baustelle entschädigt werden: „Heute hier, morgen da – 70, 80, 90 und mehr Kilometer am Tag sind für Bauarbeiter keine Seltenheit, sondern eher die Regel. Das sind Zeit und Nerven, die sie auf der Straße lassen“, so Müller. Bauleute könnten kein Home-Office machen. Viele säßen täglich zwei oder mehr Stunden im Auto, um auf die Baustelle zu kommen. dwe

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