Österreichische Vögel und Vikinger

Trotz Regenwetter: Viele Schaulustige bei Tölzer Truckertreffen am Moraltpark

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Beeindruckende Zugmaschinen präsentierten sich auch heuer wider beim Tölzer Trucker-Treffen auf dem Moraltpark.

Bad Tölz – Das Wetter hätte am vergangenen Wochenende für das schon fast traditionelle Trucker-Treffen auf dem Tölzer Festgelände am Moraltpark kaum schlechter sein können. Regnerisch am Samstag und Dauerregen am Sonntag. Dennoch verströmten die PS-starken Kraftprotze erneut ihren unwiderstehlichen Reiz: Alleine für den Samstag schätzte Cheforganisatorin Steffi Hörmann, dass an die 2.000 Besucher gekommen seien: „Das ist schon sehr, sehr gut. Ich hätte nicht gedacht, dass es bei dem Wetter so viele werden.“

Gekommen sind natürlich die Trucker mit ihren gewaltigen Zugmaschinen. Proppenvoll war da der Festplatz, der in allen erdenklichen Farben erstrahlte. Denn jeder der Kapitäne der Landstraße wollte seinen verzierten Liebling, zum Teil mit kunstvoller Airbrush-Malerei, dort präsentieren. Dass sich das Tölzer Trucker-Treffen mittlerweile einen überaus guten Namen verschafft hat, zeigte schon, dass heuer an die 600 Fahrzeuge kommen wollten. „Wir haben den Platz genau vermessen. Aber mehr als 200 Trucks passen beim besten Willen nicht drauf“, so Steffi Hörmann. Also mussten rund 400 eine Absage hinnehmen, auch wenn die Chef-Organisatorin schon seit einigen Jahren versucht, durchzumischen, so dass alle Bewerber die Chance bekommen, einmal im Isarwinkel mit dabei zu sein.

Gute Plätze ergattert hat etwa Stefan Vögel vom gleichnamigen Transportunternehmen im österreichischen Vorarlberg. Voller Stolz präsentiert er seine Schätzchen: „Fahren sie Mal mitdem Finger über den Lack. Der fühlt sich doch ganz gleichmäßig an, obwohl da verschiedenfarbige Streifen drauf sind.“ Auf dieser Zugmaschine ist insgesamt seine ganze Firmengeschichte bildhaft festgehalten. Von seinem ersten Lkw bis hin zu den Flaggen aller Nationen in der das Unternehmen mittlerweile Niederlassungen hat. Klar, so ein Schmuckstück erfährt besondere Wertschätzung. So gibt Vögel auch zu: „Im Grunde nutze ich dieses Fahrzeug nur noch um zu Ausstellungen oder Truckertreffen zu fahren.“

Doch auch das „Kunstwerk“ auf dem Lkw des Münchners Alexander Weiß zieht die Schaulustigen wie magisch an. Darauf ist eine Berglandschaft zusehen, vor der ein Wikinger mit Hörnerhelm und Schild steht. Erfährt für ein pfälzisches Transportunternehmen. Von den 100 Lastwagen der Firma tragen 65 das „Vikinger-Design“. „Unser Chef ist auf die Idee gekommen, weil wir sehr viel in Skandinavien unterwegs sind“, erklärt der Fahrer einem ehrfurchtsvoll, staunenden Besucher. Bereits zum sechsten Mal ist Weiß beim Tölzer Treffen mit dabei und sagt: „Das ist hier eine geile Institution mit einem guten Publikum und hochwertigen Fahrzeugen.“

Auch wenn das Treffen erneut von Fahrzeugen der Hersteller Scania und Volvo dominiert wurden, wurde auch ein amerikanischer PS-Protz von Kenworth gesichtet. Er verlieh der guten Stimmung auf dem Tölzer Festplatz noch das Tüpfelchen vom „amerikanischen Traum“ mit seinen schier endlosen geraden Straßen, die sich durch den Kontinent ziehen. Ewald Scheitterer

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