Über 6.000 Besucher: Pilotprojekt soll fortgesetzt werden

Ende der Eiszeit

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Über 6.000 Besucher nutzen die Gelegenheit zum Schlittschuhlaufen in Wolfratshausen.

Wolfratshausen – 38 Tage lang war an der alten Floßlände eine 450 Quadratmeter große Eisfläche aufgebaut. Die zuvor auch von einigen Stadträten geäußerten Bedenken, das Angebot werde von den Bürgern nicht angenommen oder die hohen Energiekosten seien den Aufwand nicht wert – erwiesen sich im Nachhinein als unbegründet.

Bis auf einige wenige Tage im Januar – als Tauwetter, Regen und starker Wind – eine Öffnung verhinderten, verzeichneten die Kassierer einen regen Besuch. „Es war immer viel los, zum Glück gab es nur wenige kleinere Verletzungen“, sagte Michael Feldinger vom Bavaria Werkschutz.

Vor der Eröffnung rechnete man mit etwa 6.000 Besuchern, die über Eintrittskosten und Schlittschuhverleihgebühren rund 40.000 Euro in die Kasse spülen sollten. Etwa 20.000 Euro steuerten Sponsoren über Bandenwerbung bei. So dürfte es bei dem insgesamt rund 100.000 Euro teuren Projekt nur ein überschaubares Defizit geben. „Eine detaillierte Kostenauflistung werden wird wohl frühestens im Februar haben“, prognostizierte Gisela Gleißl vom städtischen Tourismusamt.

Groß dürfte auf jeden Fall der Imagegewinn der Stadt sein. „Wir haben von den Besuchern und Kooperationspartner durchweg positives Feedback bekommen“, erklärte Jacqueline Rupp. Die Leiterin des Eiswolf-Catering-Teams freute sich vor allem über einen ordentlichen Glühwein-, Bratwurst und Burger-Umsatz. Zudem entwickelte sich der Platz rund um die Feuertonne vor allem nach Einbruch der Dunkelheit zum beliebtesten Open-Air-Treffpunkt in Wolfratshausen. Unter anderem feierte der Verein „Surfing Wolfratshausen“ dort eine gut besuchte Party.

Bürgermeister Klaus Heilinglechner und Stadträte aller Fraktionen waren gern gesehene Gäste – nicht nur beim gemeinsamen Eisstockschießen (wir berichteten). „Ich habe es selten erlebt, dass man auf ein Projekt so oft positiv angesprochen wurde“, bilanzierte der Rathauschef. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Erfolgsgeschichte nun in den kommenden Wintern fortgesetzt werden kann. An der dafür notwendigen Zustimmung des Stadtrats zweifelt ohnehin niemand. Am Ende der Abschiedsparty wich die Wehmut über den Abbau der Eisfläche deshalb bald schon der Vorfreude auf die künftige Etablierung des 38-tägigen Ereignisses.Peter Herrmann

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