Über Flughafen MUC gesegelt

Den eigenen Arbeitsplatz aus der Luft betrachtet

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Seltene Gelegenheit: Mathias Schunk, Pressesprecher am Segelflugzentrum Königsdorf und beruflich Lufthansa-Pilot, durfte wegen des coronabedingt geringen Verkehrsaufkommens am Flughafen München diesen überfliegen.

Landkreis – Der alte Menschheitstraum vom Fliegen war in den letzten Wochen für die Königsdorf Segelflieger, während des Corona shutdowns auch nur ein Traum und man blieb am Boden. Entsprechend gut war dann die Stimmung, als in der vergangenen Woche die Nachricht kam, dass der Luftsport wieder erlaubt sei, wie laut Pressesprecher Mathias Schunk berichtet. Und er selbst ergriff dann die Gunst der Stunde.

Aufgrund des momentan relativ geringen Verkehrsauskommens am Münchner Flughafen nutzte Mathias Schunk, normalerweise Kapitän auf dem Airbus A340 und A350 bei der Lufthansa, die wohl recht einmalige Chance einmal mit dem Segelflugzeug über den Flughafen zu fliegen. „Es gibt um den Flughafen herum einen gesperrten Luftraum, in den man nicht einfliegen darf“, erklärt Schunk. „Diesmal haben die Fluglotsen aber eine Freigabe erteilt und so konnte ich, sowohl mitten über die Stadt München, dann über die Allianz Arena und dann auch noch über den Flughafen fliegen“, so Schunk weiter. Dort konnte er auf all die geparkten Flugzeuge blicken, mit denen er sonst seine Passagiere in die Welt befördert. Übers Olympia Stadion ging es dann zurück nach Königsdorf.

Wettbewerbe werden am 30. Mai fortgesetzt

Dass es ausgerechnet 100 Jahre nach dem ersten Segelflugwettbewerb, der 1920 in der Rhön auf der Wasserkuppe stattgefunden hat, eine sportliche Unterbrechung des Segelflugsports gegeben hat, war zunächst in gewisser Weise etwas tragisch. Nun aber soll am Pfingstwochenende, sowohl die Deutsche Meisterschaft im Streckensegelflug, bei der es um möglichst weite Flugstrecken geht, als auch der Ligabetrieb wieder losgehen. Anstatt der üblichen 19 Runden werden es dieses Jahr dann bis zur letzten Runde am 22./23. August nur 13 Runden sein. Ob die Liga tatsächlich zu Ende geflogen werden kann und es dann auch einen deutschen Meister, sowie Auf- und Absteiger geben wird, hängt freilich von der weiteren Entwicklung ab, ob es nicht vielleicht, wenn auch nur regional irgendwelche Beschränkungen geben wird. Doch zuvor dominiert erst einmal die Freude der Luftsportler, endlich wieder in die Luft zu kommen. tka

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