Entlastung für Walchensee-Region

Umsetzung weiterer Maßnahmen mit Staatssekretär diskutiert

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Im Gespräch für das Walchensee-Konzept (v. l.): Kreis-Wirtschaftsförderer Andreas Ross, der Jachenauer Bürgermeister Georg Riesch, Forstbetriebsleiter Rudolf Plochmann, Innenstaatssekretär Gerhard Eck, der Kochler Bürgermeister Thomas Holz und Regierungsvizepräsident Walter Jonas.

München/Walchensee/Jachenau – 14 Maßnahmen sind bei den Workshops für das Walchensee-Konzept vor einem Jahr beschlossen worden. In den vergangenen Wochen wurden nun weitere wesentliche Schritte zu deren Umsetzung vorgenommen.

Innenstaatssekretär Gerhard Eck hatte im Herbst 2019 zugesagt, die Verwirklichung des Walchensee-Konzeptes zu unterstützen. Neben den beiden betroffenen Gemeinden Kochel und Jachenau hat er deswegen am Mittwoch vergangener Woche Vertreter des Landratsamts Bad Tölz-Wolfratshausen, der Bayerischen Staatsforsten, der Regierung von Oberbayern und der Polizei zu einer großen Runde ins Bayerische Innenministerium eingeladen.

„In diesem erneuten Gespräch wurden unter anderem intensiv die Zahlen aus der vom Staatlichen Bauamt Weilheim in den Monaten Juli und August 2019 durchgeführten Verkehrszählung diskutiert“, teilt Marlis Peischer, Sprecherin des Landratsamt, nun mit. Zwar würden diese noch weiter fachlich ausgewertet, bereits jetzt lasse sich aber feststellen, dass sich die Anzahl der Fahrzeuge in der Walchenseeregion an einem schönen Wochenendtag gegenüber einem normalen Tag mehr als verdoppelt habe und in den fünfstelligen Bereich steige. Aufgrund der Daten sei zudem erkennbar, dass an diesen schönen Tagen in beiden Fahrtrichtungen insgesamt mehr als 50 Prozent der Fahrzeuge auf der B 11 zwischen Kochel und Walchensee dem Durchgangs- oder dem Umfahrungsverkehr bei Stau am Autobahnende der A 95 bei Oberau zuzurechnen sei. „Diese Erkenntnisse sind sehr wichtig, um die Stoßrichtung der weiteren Maßnahmen festzulegen“, sagt Kochels Bürgermeister Thomas Holz.

Auf den Weg gebracht wurden die beiden Ausweichparkplätze am westlichen und östlichen Ende der Mautstraße. Dort hat der Forstbetrieb Bad Tölz der Bayerischen Staatsforsten erste Planungsunterlagen erstellen lassen und wird nun zeitnah die erforderlichen Genehmigungen für rund 200 zusätzliche Parkplätze beantragen. Wie im Walchensee-Konzept angedacht, werden in diesem Zusammenhang auch beide Mautstellen verlegt und die notwendige Radar-Technik für ein Parkleitsystem vorgesehen. „Das ist ein ganz bedeutender Schritt zur Umsetzung des gesamten Konzeptes“, freuen sich Jachenaus Bürgermeister Georg Riesch und Forstbetriebsleiter Rudolf Plochmann.

Hinsichtlich des von Holz stets geforderten kombinierten Fuß- und Radwegs zwischen Urfeld und Walchensee entlang der Bundesstraße wurden ebenfalls erste Prüfungen eingeleitet. Aufgrund der schwierigen Topographie mit den steilen Felswänden auf der einen und dem steilen Uferbereich auf der anderen Straßenseite sind laut Landratsamt hier aber noch detaillierte Planungen notwendig, um überhaupt eine realistische Kostenschätzung zu erhalten. „Das sind erst die ersten Mosaiksteine für die Bewältigung der in dieser Region insgesamt anstehenden Probleme durch den Erholungsdruck“, sagt Innenstaatssekretär Gerhard Eck. Deshalb wird er auch weiterhin mit Nachdruck die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Walchensee-Konzept vorantreiben. tka

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