Umstrittene Aufstockung

Rahmenplan zur Nordseite des Karl-Lederer-Platzes stößt auf Widerspruch

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Christoph Bauer vom Büro Kehrbaum Architekten (l.) erläuterte dem Ausschuss anhand eines Modells, wie die Gestaltung der Nordseite des Karl-Lederer-Platzes aussehen könnte. Könnte von derzeit vier auf sechs Geschosse aufgestockt werden: das BGZ am Karl-Lederer-Platz (Bild rechts). 

Geretsried – Ein städtebauliches Konzept für den „Bereich Karl-Lederer-Platz Nord“ stellte Christoph Bauer vom Büro Kehrbaum Architekten jüngst im Entwicklungs- und Planungsausschuss (EPA) vor. Die darin vorgesehene Aufstockung einiger Gebäude gefiel nicht allen Stadträten.

Der Entwurf sieht einen größeren Umgriff vor, der auch das BGZ-Gebäude und das Rathaus einschließt. „Aktuell haben wir dort eine relativ niedrige Bebauung“, stellte Bauer fest. Eine Aufstockung des BGZ-Gebäudes und des Eckhauses am Karl-Lederer-Platz 9 auf jeweils sechs Geschosse hält er für denkbar. In Richtung des unter Denkmalschutz stehenden Rathauses könnten die jeweiligen Gebäudehöhen dann terrassenartig reduziert werden. Die Fassadengestaltung könne seiner Ansicht nach an das gegenüberliegende Puls-G und Centrum 20-Gebäude angepasst werden.

Patrick Kohlert (Geretsrieder Liste) stimmte als einziger gegen den Rahmenplan. „Das jetzige Baurecht mit vier Stockwerken reicht aus“, erklärte er. Noch deutlicher drückte sich Franz Wirtensohn (CSU) aus. „Die Bürger haben langsam die Schnauze voll von Baustellen“, glaubt er. Der Geltinger Landwirt empfahl zwar ebenfalls, die Höhe von vier Stockwerken nicht zu überschreiten, hatte gegen die Erstellung eines vorläufigen Rahmenplans aber nichts einzuwenden. Dafür musste der vorhabenbezogene Bebauungsplan 115/6, der nur den Bereich vom Karl-Lederer-Platz 9 bis zum Rathaus einschließlich Museum umfasst, aufgehoben werden.

Um die wirtschaftliche Gesamtperspektive des Karl-Lederer-Platzes in Geretsried weiter zu entwickeln, wurde nun in einem weiteren Beschluss auch bei den Gebäuden 7, 7 a und 5 Baurecht geschaffen. Der Entwicklungs- und Planungsausschuss empfahl den Stadtrat hierbei mehrheitlich, einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan (115/9) im beschleunigten Verfahren aufzustellen.

Dagegen stimmten Karin Schmid, Franz Wirtensohn (beide (CSU) und Patrick Kohlert (Geretsrieder Liste). „Wir muten unseren Geschäftsleuten und Bürgern mit Baustellen derzeit viel zu. Es muss ihnen auch mal das Gefühl vermittelt werden, dass wir fertig werden“, so Schmid. ph

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