Nachhaltige E-Mobilität

Umwelt- und Energiebeauftragte stellt neue Richtlinien vor – Förderung und Prämie

Die E-Bike-Ladestationen werden seit 2019 von der Stadt Wolfratshausen gefördert.
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Die E-Bike-Ladestationen werden seit 2019 von der Stadt Wolfratshausen gefördert.

Wolfratshausen – Mit dem seit 2019 geltenden Programm zur Förderung nachhaltiger Mobilität unterstützt die Stadt den Kauf von Elektrorädern. Die überarbeiteten Richtlinien stellte die Umwelt- und Energiebeauftragte Vivian Horngacher nun im Bauausschuss vor.

Die zu Grunde liegende aktuelle Richtlinie des Programms regelt unter anderen die Förderung von Pedelecs und Lastenfahrräder. Gefördert werden zudem Ladestationen, Hausnetzanschlüsse und ÖPNV-Tickets im Sinne einer Abwrackprämie. Laut Horngacher, hat die Stadt bisher die Anschaffung von rund 140 Pedelecs und Lastenpedelecs für Gewerbetreibende und Privatpersonen mit einer Summe von 140.000 Euro unterstützt. So wurden vergangenes Jahr rund 75.600 Euro für 76 Räder und eine Ladestation ausgeben.

In diesem Jahr wurden knapp 64.000 Euro für 63 Räder ausgeschüttet. Um die Antragstellung zu vereinfachen und Missbrauch zu vermeiden, hat die erst seit Kurzem für die Stadt tätige Energie- und Umweltbeauftragte die Förderrichtlinien ergänzt. So soll künftig die Rahmennummer registriert werden und eine Mindesthaltedauer von fünf Jahren gelten. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass die mit bis zu 50 Prozent geförderten Räder weiterverkauft werden.

Zudem ist eine Reduzierung der Anzahl der förderfähigen Räder vorgesehen. Bisher waren theoretisch fünf Fahrräder pro Antragssteller möglich. Da die E-Räder laut Richtlinien die jährliche Fahrleistung der bislang genutzten Autos reduzieren sollen, soll künftig ein Pedelec pro Kraftfahrzeug gefördert werden. Wer sein Kraftfahrzeug abmeldet und gleichzeitig ein E-Bike anschafft, erhält neben einem MVV-Jahresticket eine Kaufprämie von 500 Euro für das Pedelec. Nicht mehr bezuschusst werden sollen Ladestationen an Wohngebäuden, weil ab dem 24. November ein bundesweites KfW-Förderprogramm in Kraft tritt.

Um den sogenannten Mitnahmeeffekt einzudämmen und der aktuellen Haushaltslage gerecht zu werden, schlug Horngacher für das Jahr 2021 eine Reduzierung der jährlichen Fördersumme von bisher 100.000 auf 60.000 Euro vor. Der Bauausschuss befürwortete die angepassten Förderrichtlinien einstimmig. Nun muss nur noch der Stadtrat mehrheitlich die ab dem 2021 geltenden Änderungen bewilligen. Peter Herrmann

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