Umzug nach Geretsried

Muss endgültig ausziehen: Der Temenos-Kindergarten bezieht Container in Geretsried. Foto: Fastner

Der Kauf des Bruckmair-Grundstücks ist geplatzt: Der Temenos-Kindergarten muss im Herbst umziehen. Das bestätigte Christian Eich, der Vorsitzende des Trägervereins, dem Gelben Blatt. Bezogen werden nun Container in Geretsried. Nach Informationen unserer Zeitung sollen die Interimsgebäude für den zweigruppigen Kindergarten auf einem Grundstück an der Tattenkofener Straße aufgestellt werden.

Schon länger plant der Temenos-Trägerverein den Erwerb des Bruckmair-Grundstücks an der Beuerberger Straße am Rande Wolfratshausens, um den Kindergarten dort zu einem Familienhaus auszubauen. Doch die Verhandlungen mit der Eigentümerin zogen sich in die Länge. Und am Ende sei man sich über den Kaufpreis „nicht handelseinig“ geworden. Laut Eich müsse man deshalb nun temporär in Container ziehen. Die Eltern der zuletzt 40 Kindergartenkinder seien informiert. Eine Gnadenfrist hat Temenos indes eingeräumt bekommen. „Wir müssen nicht pünktlich zum 31. August aus dem Bruckmair-Haus ausziehen“, wie Eich erklärt. Das ist schon deshalb von Bedeutung, da für den Umzug in Container in Geretsried noch ein Beschluss eines Fachausschusses des Geretsrieder Stadtrates aussteht – und der hat gerade Sommerpause. Entsprechend sei der Pachtvertrag auch noch nicht unterzeichnet. „Es handelt sich aber nur mehr um eine Formalie“, sagte Eich, Details seien bereits mit Bürgermeisterin Cornelia Irmer abgesprochen. Eich betont, dass es sich bei den Containern um eine Interimslösung handelt. „Wohin wir dann ziehen, ist noch ungewiss.“ Da der Temenos Kindergarten recht naturnah orientiert sei, „ist das maßgeblich für einen festen Standort für uns“. Ob Temenos letztlich ein Objekt mieten („wäre die einfachste Lösung für uns“), kaufen oder gar selbst errichten will, steht noch nicht fest. Eich: „Wir sind da ergebnisoffen.“ Dass Geretsried als temporärer Standort herhält, dürfte übrigens kein Zufall sein: Rund zwei Drittel der 40 Temenos-Kinder kommen aus der größten Stadt im Landkreis, ein weiteres Drittel stammt aus Wolfratshausen und umliegenden Gemeinden.

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