Unterm Strich ein Überschuss

Nun ist der Kassensturz zum Haushaltsjahr 2010 erfolgt – und das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen. 812.542 Euro Überschuss rechnete Kreiskämmerer Ralf Zimmermann im Kreisausschuss vor. Und eine Aufstockung der allgemeinen Rücklage, die nun ein ordentliches Polster aufweist zumal eine geplante Entnahme aus dieser Reserve gar nicht erst erfolgen musste.

Vor einigen Wochen erst wies Controller Hans Gey auf einen positiven Trend beim Jahresbudget für 2010 hin. Er sagte eine Budgetunterschreitung in Höhe von 3,3 Millionen Euro voraus. Die sind allerdings nicht gleichzusetzen mit dem Jahresabschluss. Denn hier müssen immer noch Haushaltsreste verrechnet werden, „und die verursachen eben den Unterschied zum Controllingbericht“, erklärte Kämmerer Zimmermann. Dennoch kann sich das Ergebnis sehen lassen. Nicht nur, dass die allgemeinen Rücklagen aufgebessert werden konnten, aktuell lagern hier 2,34 Millionen Euro. Auch die Verschuldung konnte von 40,22 auf nun 38,24 Millionen Euro reduziert werden. Diese Situation beschert dem Landkreis letztlich auch den glücklichen Umstand, keine neuerlichen Schulen mehr aufnehmen zu müssen, wie Landrat Josef Niedermaier aufs aktuelle Haushaltsjahr blickend einschob. Das Ergebnis nannte der Behördenchef „überaus erfreulich“. Möglich geworden sei dies indes durch einen glücklichem Umstand: Eine aktueller Gerichtsentscheid zum Opferentschädigungsgesetz spülte unerwartet Geld in die Kreiskasse. Positiv wirken sich aber auch „viele kleine Budgetunterschreitungen“ aus. Freudig nahm der Ausschuss das Ergebnis zur Kenntnis. Hans Sappl (FW) etwa forderte, weiter diesen vorsichtigen Weg bei der Abwägung zu Ausgaben zu gehen. „Wenn es am Ende positiv verläuft, kommt das allen zugute, das Geld ist ja nicht verloren.“ Und während Werner Weindl (CSU) abermals realistische Ansätze beim Einbringen des Haushalts einforderte („so wie die CSU das immer beantragt hat“) bremste sein Fraktionskollege Manfred Fleischer die Euphorie: Schließlich seien die Kommunen über die Kreisumlage ordentlich in Vorleistung gegangen, um dieses Ergebnis zu erreichen. Keine neuen Kredite im Haushalt aufzunehmen sei zwar schön, „nicht aber, wenn im Gegenzug die Kommunen bei ihren Haushalten vom Landratsamt in Doppelnatur einen Rüffler erhalten“. Niedermaier versprach, jeden Haushaltsansatz garantiert „1.000 mal zu hinterfragen“

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