„Glücksfall für die Stadt“

Unternehmerfamilie Tien will Vier-Sterne-Hotel auf Wackersberger Höhe errichten

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Johannes Tien (2.v.l.) will auf der Wackersberger Höhe ein Hotel errichten. Die Eckdaten dazu erläuterte mit ihm Architekt Sebastian Beham (l.) im Beisein von Rathaus-Sprecherin Birte Otterbach, Bürgermeister Josef Janker (2.v.r.) und Vize-Bürgermeister Andreas Wiedemann.

Bad Tölz – Es soll ein Meilenstein für Bad Tölz werden: Das Hotel „Bergeblick“, das der Wackersberger Johannes Tien errichten will. Die Stadt hat ihm zur Realisierung ein Grundstück auf der Wackersberger Höhe verkauft. Nach dem Notartermin Anfang Oktober wurde das Projekt nun der Presse vorgestellt.

8.400 Quadratmeter groß ist das Grundstück auf der Wackersberger Höhe, auf dem das neue Vier-Sterne-Hotel entstehen soll. Am Stadtwald gelegen und gleichzeitig freier Blick auf die Berge. Das soll sich freilich aufs Konzept des Hotels auswirken. „Sehr naturnah“ soll das Hotel werden, wie Rathaussprecherin Birte Otterbach erklärt. Und Details lieferten Johannes Tien und sein Architekt Sebastian Beham. Das fußläufig zum Zentrum gelegene Hotel biete nach derzeitigem Planungsstand zirka 40 Doppelzimmer und Suiten sowie zirka 20 Business-Zimmer (die bei bedarf auch als Doppelzimmer genutzt werden könnten), einen Frühstückraum, gemütliche Stub‘n, Seminarräume, Tiefgarage und eine Rooftop Bar „für den Drink bei Sonnenuntergang“. Als Hotel garni geführt setzen die Gastgeber und Bauherren Johannes Tien mit seiner Ehefrau Andrea den Schwerpunkt auf „NatureNess, Ruhe und Einfachheit“. Dabei würde man auf Design und ortsgebundene Architektur setzen. Das könnte durchaus auch in Baumbepflanzungen in einem Innenhof münden, war zu erfahren. Das Hotel jedenfalls spiegle die Umgebung wider. Die Natur solle nicht Untertan gemacht, sondern ins Gebäude eingegliedert werden. Ziel sei es am Ende, so Architekt Sebastian Beham aus Dietramszell, das Hotel in der Landschaft auflösen zu lassen. „Für uns ist es wichtig, dass wir den Gast mit unserem Haus berühren und einen Mehrwert kreieren“, erklärt Johannes Tien, der in seinem Hotel ein „einzigartiges Wohlfühl-Gefühl“ schaffen will. Dabei wolle man den unterschiedlichen Ansprüchen der Gäste gerecht werden. Erfahrungen dazu haben die Tiens, denn sie betreiben in Wackersberg ein Ferienhaus. Davor betrieb Johannes Tien, gelernter Bankkaufmann, einen Online-Handel, den er inzwischen verkauft hat. Er betreute zuletzt Start-ups im Handel, während seine Frau, die Betriebswirtschaftslehre studierte, noch im Marketing tätig war.

Ihren Angaben zufolge soll das Hotel garni betrieben werden, also Frühstück und kleine bayerische Snacks wie Kaiserschmarren, Suppen oder Kuchen bieten. Angedacht sind eine Tiefgarage, das Erdgeschoss, zwei Obergeschosse sowie ein Laternengeschoss für die Rooftop Bar. Seminarräume für das mittlere Führungsmanagement runden das Portfolio ab. Nähere Details würde das weitere Planungsverfahren liefern. Der Bebauungsplan wird wohl ein Jahr in Anspruch nehmen, zudem muss erst die Infrastruktur wie Kanal und Wasserversorgung sicher gestellt werden. Dazu gibt es bereits Gespräche mit den Stadtwerken. Fest steht indes der Slogan zum Hotel: „Unser Claim ist: Komm rauf, um runter zu kommen“, so Tien.

Bürgermeister Josef Janker freut sich über die Entwicklung: „Beide nun angestoßenen Hotelprojekte – an der Bockschützstraße und hier an der Wackersberger Höhe – festigen den Standort Bad Tölz als Tourismusdestination.“ Das Konzept der Familie Tien als Investor und Betreiber für ein sehr besonderes Urlaubs- und Seminarhotel überzeuge. Janker nannte es „außergewöhnlich, und auch die geplante Architektur wird ein Alleinstellungsmerkmal in der Region“. Wenn dieses Haus so realisiert werde, „ist das ein Glücksfall für die Stadt“.

Kurdirektorin Brita Hohenreiter lobte die Pläne: Das Projekt ergänze das Angebot des VitalZentrums hervorragend „und greift außerdem mit der Betonung von ‚SelfNess und NatureNess‘ die Themen der Zukunft auf“. Thomas Kapfer-Arrington

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