Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung künftig in Kochel und Egling

Kreis kauft neue Fahrzeuge

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Der Landkreis schafft neue Feuerwehr-Fahrzeuge zur Unterstützung örtlicher Einsatzleitungen an

Bad Tölz/Landkreis – Der Landkreis kauft zwei neue Einsatzleitfahrzeuge für den Katastrophenschutz. Der Kreisausschuss machte dafür schon einmal den Weg frei.

Das Landratsamt ist gleichzeitig Katastrophenschutzbehörde. Und als solche hat sie die Aufgabe, Katastrophen abzuwehren und die dafür notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen zu treffen. Dazu bestellt sie bei Schadensereignissen einen Örtlichen Einsatzleiter. Und diesem steht die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) zur Seite. Eben diese Gruppe – aktuell getrragen von 30 Feuerwehrleuten aus verschiedensten Wehren im Landkreis – soll nun geeignete Fahrzeuge erhalten, eines steht künftig in Kochel, ein zweites in Egling.

Bisher stellte die Feuerwehr Wolfratshausen die Mannschaft und das Fahrzeug für die UG-ÖEL. Das Fahrzeug wurde bereits 1999 in Dienst gestellt, soll aufgrund seines Alters nun aber ausgesondert werden. Dieses Fahrzeug wurde damals durch die Stadt Wolfratshausen beschafft, Zuschüssen gab es vom Staat. Das Gesetz sieht inzwischen den Landkreis in der finanziellen Pflicht, weshalb sich nun der Kreisausschuss mit dem Thema befasste. Aufgrund der derzeitigen Neukonzeption des Katastrophenschutzes im Landkreis wurde seitens der Örtlichen Einsatzleiter, der Führung der UG-ÖEL sowie der Verwaltung im Landratsamt die Beschaffung von zwei Einsatzleitfahrzeugen für die Bereiche Nord und Süd vorgeschlagen. Als Standorte sind Egling und Kochel vorgesehen. Von dieser Zweiteilung erhoffen sich die Einsatzkräfte erhebliche Verbesserungen. Denn die UG-ÖEL kommt nicht nur bei Katastrophenfällen zum Einsatz und ist in der Alarmierungsplanung bei Bränden etwa in Wohnheimen, Behinderteneinrichtungen, Kindergärten, Schule, Hotels, einer Schreinerei, einem Bauernhof oder einem Industriegebäude sowie bei der technischen Hilfe ab einer Massenkarambolage oder einem Busunfall angefordert, um den Einsatzleiter zu unterstützen. Zudem wird die UG-ÖEL bei der Brandbekämpfung aus der Luft eingesetzt und kommt bei der Anforderung des Hilfeleistungskontingentes des Landkreises zum Einsatz. Dieses kann in Katastrophenfällen, etwa bei Hochwasserereignissen, auf Anforderung bundesweit eingesetzt werden und besteht aus Fahrzeugen und Personal verschiedener Feuerwehren des Landkreises. Die Kosten für ein Fahrzeug belaufen sich auf 290.000 Euro, im Landratsamt rechnet man mit einem staatlichen Zuschuss in Höhe von 100.000 Euro. „Das ist ein ziemlicher Happen für den Kreishaushalt“, betonte CSU-Kreisrat Martin Bachhuber. Dennoch: Das Gremium stimmte dem Vorhaben einstimmig zu. Die Fahrzeuge werden ohnehin wohl erst 2019 zum Einsatz kommen.tka

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