Neue Infos von der Behörde

Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen: Update zum Corona-Ausbruch in Folge einer Abi-Fahrt

Eine Maske liegt im Unterricht auf einem Tisch
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Eine Maske liegt im Unterricht auf einem Tisch.

Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen - Aktualisierte Informationen vom Landratsamt zum Infektionsgeschehen in Folge eines privaten Treffens und einer Abiturfahrt.

Wie das Tölzer Landratsamt mitteilt, gibt es zwischenzeitlich mehr Informationen zu den Ereignissen rund um die Feier und der anschließenden Abiturfahrt. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Folge dessen weiter gestiegen und liegt aktuell bei 31,3.

Zwei Tage, nachdem bekannt geworden war, dass 25 Menschen infolge eines privaten Treffens und einer anschließenden Abiturfahrt positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, kann das Gesundheitsamt des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen den Ablauf genauer rekonstruieren. Es unterscheidet das Infektionsgeschehen in zwei Ereignisse: einmal das private Treffen und einmal die Abiturfahrt. Die Gesamtzahl der Infizierten in diesem Zusammenhang stieg noch einmal um eine Person auf derzeit 26.

Private Treffen

Zunächst hatte sich ein kleiner Kreis getroffen, um das Abitur zu feiern. Das fand draußen statt und es gab laut Landratsamt einen genau begrenzten Teilnehmerkreis. Im Zuge dieses Treffens wurde jedoch das Coronavirus bis zum heutigen Mittwoch, 14. Juli, in neun Fällen nachgewiesen, in vier davon die Deltavariante.

Fahrt nach Kroatien

Zwei Gäste der Party haben sich am Tag nach der Feier mit zwei Reisebussen auf die Abiturfahrt nach Kroatien gemacht, ohne zu wissen, dass sie das Virus bereits in sich trugen. Sie wie auch die anderen 90 Fahrgäste hatten sich den Regeln entsprechend vorher negativ testen lassen. Trotzdem wurde auf der Durchreise durch Österreich noch einmal ein PCR-Test durchgeführt. Am 6. Juli wurde eine hierbei getestete Person in der Unterkunft in Kroatien über das positive Ergebnis informiert. Zusätzlich waren in Kroatien weitere PCR-Tests durchgeführt worden, bei denen ein zweiter positiv ausfiel. Die beiden nachweislich Infizierten wurden in der Unterkunft isoliert und traten zwei Tage später mit einem Krankentransport die Heimreise an.

Unmittelbar betroffen waren zunächst zwei weitere Personen, mit denen die Infizierten das Zimmer geteilt hatten. Eine enge Kontaktperson ist vollständig geimpft, die zweite Person konnte mit Erlaubnis der kroatischen Behörden nach einem negativen Coronatest die Heimreise antreten. Alle anderen Personen traten ebenfalls die Heimreise nach einem negativen Coronatest per Bus an.

Zwischenzeitlich zeigen sich aber die Folgefälle der Fahrt: 19 Personen aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen wurden mittlerweile positiv getestet, neun tragen die Delta-Variante in sich. Bei den beiden Indexfällen wurde die Delta-Variante nicht nachgewiesen. Alle, die in den Bussen saßen, befinden sich momentan in Quarantäne.

Krankheitsanzeichen, weitere Tests, Kontaktpersonen

Aktuell zeigen die meisten der Infizierten nur leichte Symptome wie Schnupfen, Hals- oder Kopfschmerzen, aber nach eigenen Angaben kein Fieber. Unter den Infizierten sind auch vier vollständig Geimpfte, die von keinen bis leichten Symptomen berichten. Die Infizierten befinden sich nun in der sogenannten Isolation. Um nach 14 Tagen aus der Isolation entlassen werden zu können, braucht es einen negativen PoC-Antigen-Schnelltest.

Neben den Infizierten befinden sich im Kontext mit der Fahrt weitere 21 Kontaktpersonen aus dem Landkreis in Quarantäne. Ihnen wird empfohlen, zwischen dem fünften und siebten Tag eine PCR-Testung durchzuführen. Zudem sind sie angehalten, alle zwei Tage einen Selbsttest vorzunehmen. Sie benötigen ebenfalls am Ende einen negativen Test, um die Quarantäne verlassen zu können.

Betroffen sind auch andere Landkreise. Am Montag waren dies 67 mögliche Kontaktpersonen, bei denen nun die zuständigen Gesundheitsämter klären, ob es unter ihnen vollständig geimpfte oder genesene Personen gibt. Sie fallen dann aus der Liste der engen Kontaktpersonen wieder heraus.

Folgen der gestiegenen Inzidenz

Am heutigen Mittwoch, 14.7. liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 31,3 und damit erstmalig wieder über einer Schwelle. Es geht um den Wert von 25. Wenn dieser Wert dreimal in Folge überschritten ist, muss an weiterführenden und beruflichen Schulen wieder eine medizinische Gesichtsmaske getragen werden. Diese Regelung könnte dann am Montag greifen, wenn auch morgen und am Freitag die 7-Tage-Inzidenz über 25 liegt. Das Landratsamt macht dies im Fall des Falles bekannt. gb

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