US-Car-Treffen 2018 in der Tölzerstadt lockt 10.000 Besucher

Viel Chrom, viel Schnörkel

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Alt und Neu: Zwischen Oldtimern und Neuwagen flanierten die Besucher auf dem Tölzer Moraltpark

Bad Tölz – Wenn ein V8-Aggregat mit bis sechs-Litern Hubraum und hundert Pferdestärken wummert, dann schlägt das Herz eines jeden Autofans mit im Rhythmus. Rund 1.500 davon waren am Pfingstwochenende auf dem Tölzer Festplatz Moraltpark aufgefahren.

„Bei den Besuchern haben wir irgendwann zu zählen aufgehört, als bereits über 10.000 gekommen waren“, berichtete Steffi Hörmann, die Mitorganisatorin des Tölzer US-Car-Treffen 2018. Zusammen mit Jailhouse-Wirt Peter Frech hatte sie erneut die bei den Besucher beliebte Autoschau organisiert.

Das Wetter hielt an den beiden Veranstaltungstagen Sonntag und Montag einigermaßen. Die Besucher strömten in Scharen auf den Festplatz. „Diese Veranstaltung ist freilich fast wetterunabhängig, die kommt immer gut an. Selbst als es vor zwei Jahren richtig geschüttet hat, sind die Leute und die Autos gekommen“, sagte Hörmann. Die meist chromblitzenden Boliden ziehen halt immer wieder.

Auch das erneut umfangreiche Rahmenprogramms drückte wieder aufs Gaspedal. Die Bands musizierten ihre Rock’n’Roll und Western & Country-Klassiker und Kinder sprangen durch die Riesen-Hüpfburg. Darüber hinaus war das Jailhouse selbst durchgängig voll besetzt.

Bei den über 1.500 US-Schlitten waren die Hingucker bei den schnell ausgemacht: Entweder waren sie besonders schnell, wie die Corvette, die in ihrem „Berufsleben“ bei den 500 Meilen-Rennen in Indianapolis als Pacecar fungierte, oder es waren liebevoll restaurierte Oldtimer mit viel Chrom und Schnörkel. Egal ob der Lincoln Continental, der angeblich einmal von Elvis Presley gefahren wurde, oder ein Chevrolet Bel Air in Schweinchen-Rosa oder manch ein anderes Riesen-Schlachtschiff, das als Straßenkreuzer einmal die amerikanischen Highways bevölkert hat – hier schlugen die Herzen der Auto-Freaks einfach höher.

Das Treffen genießt mittlerweile bundesweit einen guten Ruf. Ein Paar aus Hamburg, das mit seinem Straßenkreuzer in den Isarwinkel gekommen ist, war der Weg nicht zu teuer. Kein ganz billiges Vergnügen bei einem V8, der auf 100 Kilometern an die 25 Liter Sprit benötigt. „Ein bisschen verrückt muss man schon sein, wenn man sich dieses Hobby ausgesucht hat“, sagte ein Rosenheimer und trat aufs Gaspedal, um sich und die umstehenden Besucher an dem satten V8-Sound zu ergötzen.

Ewald Scheitterer

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