Wertvolle Hilfe für Senioren

VdK-Ortsverband unterstützt Mitglieder mit Einkaufsgutscheinen und Rechtsberatung

Hofft auf mehr Zusammenkünfte im neuen Jahr: VdK-Ortsvorsitzende Cornelia Irmer
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Hofft auf mehr Zusammenkünfte im neuen Jahr: VdK-Ortsvorsitzende Cornelia Irmer

Geretsried – Vor etwas mehr als zwei Jahren übernahm Altbürgermeisterin und Freie-Wähler-Kreisrätin Cornelia Irmer den Vorsitz des Geretsrieder Ortsverbandes.

Aufgrund coronabedingter Veranstaltungsabsagen und Kontaktverboten hat sie sich gemeinsam mit ihrem Vorstandsteam in diesem Jahr Gedanken gemacht, wie Mitglieder erreicht und Notleidende unterstützt werden können.

„Den Senioren, die alleine leben, fehlen soziale Kontakte: Sie vermissen die Veranstaltungen und Zusammenkünfte, zu denen wir vor dem Ausbruch der Pandemie mindestens einmal pro Monat eingeladen haben“, stellte Cornelia Irmer fest. Deshalb verteilt der VdK-Ortsverband seit Anfang Dezember Einkaufsgutscheine im Wert von 25 Euro für Geretsrieder Mitglieder, die Grundsicherung, Wohngeld, Hartz IV, Sozialhilfe oder eine niedrige Rente beziehen, eine Sozialcard oder die Berechtigung für die Geretsrieder Tafel haben. „So eine Aktion ist auch eine gute Möglichkeit, mit Menschen in Kontakt zu treten und ihnen bei ihren Problemen weiterzuhelfen“, erklärt Irmer. So kann der VdK beispielsweise in Härtefällen eine monatliche Beihilfe von 200 Euro zahlen. Wenn Senioren eine höhere Rente zusteht oder die Einstufung bei den Pflegegraden geprüft werden muss, helfen hochqualifizierte Rechtsexperten in der Kreisgeschäftsstelle in Bad Tölz.

Irmer räumt ein, dass die Herausgabe von Einkaufsgutscheinen und andere Leistungen mit einem „enormen finanziellen Kraftakt“ verbunden ist. Denn der Monatsbeitrag für Mitglieder beträgt lediglich 6 Euro, wovon wiederum nur ein kleiner Teil beim Ortsverein ankommt. „Zum Glück gibt es Firmen und Privatpersonen, die uns Spenden überlassen“, zeigt sich die Ortsvorsitzende dankbar. Mit diesen Beiträgen konnten auch im Sommer Regenponchos an Mitglieder und im Winter kleine Adventskalender an Mitglieder verschenkt werden.

Zudem setzt sich der Ortsverband nach wie vor für die Durchsetzung einer umfassenden Rentenreform ein. „Um die Altersarmut zu bekämpfen, muss unser Rentensystem grundlegend verändert werden. Nicht nur Arbeitnehmer sollen einzahlen, sondern auch Beamte, Freiberufler, Selbstständige“, fordert Irmer. Als Vorbilder nennt sie Österreich und die Schweiz. Dort bleibe für Rentner viel mehr Geld für die gestiegenen Lebenshaltungskosten übrig.

Zeichen der Solidarität

„Zur Bewältigung der enormen finanziellen Belastungen durch Corona wäre außerdem eine freiwillige Vermögensabgabe der reichsten Bürger in Deutschland, wie es unsere Verbandsvorsitzende Verena Bentele fordert, ein echtes Zeichen der Solidarität“, wünscht sich Cornelia Irmer. Zumindest auf kommunaler Ebene hat der VdK-Ortsverband in den vergangenen Jahren schon viel erreicht. „In puncto Barrierefreiheit stoßen wir bei der Stadtverwaltung immer auf ein offenes Ohr: So wurden nach unserer Anfrage auf dem neuen Karl-Lederer-Platz Rillen für Sehbehinderte eingefräst“, nennt die VdK-Ortsvorsitzende ein Beispiel. Dennoch gelte es, im Stadtgebiet noch einige Hindernisse zu beseitigen. „Ein paar Fußgängerampeln stehen beispielsweise so ungünstig in der Mitte des Gehsteiges, dass Behinderte mit Rollatoren oder Rollstühlen oder auch Kinderwagen nur schwer daran vorbeikommen“, stellte die Geretsrieder Altbürgermeisterin fest. Für das Jahr 2021 wünscht sie sich vor allem, dass die derzeit 1.470 Mitglieder des VdK-Ortsverbandes gesund bleiben und sich impfen lassen. „Im April 2021 könnten dann vielleicht schon wieder VdK-Versammlungen möglich sein“, hofft Irmer. ph

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