Keine Angst vorm Online-Banking

Verein „Computer-Hilfe-im-Oberland“ lädt ein zur Informationsveranstaltung übers Internet

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Hannes Bauer (l.) und Michael König vom Verein „Computer-Hilfe-im-Oberland“ setzen auf neue digitale Techniken.

Bad Tölz – „Schnell, sicher und unkompliziert“, damit möchte die „Computer-Hilfe-im-Oberland“ Senioren auf das sogenannte Online-Banking vorbereiten. Damit etwa Überweisungen von zu Hause aus am eigenen PC oder dem Smartphone durchgeführt werden kann. Dazu lädt nun der Verein zusammen mit der Sparkasse und Raiffeisenbank zur gemeinsamen Veranstaltung ein: „Online-Banking und Sicherheit im Internet“ findet am Dienstag, 23. Juli, im Tölzer Landratsamt (großer Sitzungssaal) statt.

Sie sind selbst Senioren. Hannes Bauer ist 70 und Michael König feierte heuer seinen 66. Geburtstag. Die beiden rüstigen Rentner wollen anderen Altersgenossen helfen, sich in der digitalen Welt zurechtzufinden. Daher gründeten die beiden Vorstände vor einem Jahr ihren gemeinnützigen Verein „Computer-Hilfe-im-Oberland“ mit Sitz in Lenggries; der aus dem Verein „Computersenioren“ hervorging.

Michael König sitzt im Tölzer Café Love und checkt auf seinem Smartphone seine E-Mails. Dann blickt er auf und berichtet, warum der Verein „Computer-Hilfe-im-Oberland“ die Sparkasse sowie Raiffeisenbank dazu brachten zusammen mit ihnen die Informationsveranstaltung „Online-Banking für alle Generationen“ abzuhalten: „Älter Leute sind oft ängstlich im Bereich neue Technik“, erklärt König. Eine besondere Angst sei aber das Online-Banking, ergänzt Bauer. Insbesondere, „dass am Ende das Konto leer sein könnte“.

Diese Ängste und Sorgen wollen Bauer und König nehmen: „Wir wollen aufklären.“ Aber nicht nur die Angst geht unter älteren Menschen um, sondern auch die eingeschränkte Mobilität sei ein Problem für Personen höheren Alters. Insbesondere in Anbetracht, „dass viele Bank-Filialen in kleineren Ortschaften schließen“, meint König. So nennt Bauer etwa die Jachenau: wer dort lebe, müsse 15 Kilometer bis zur nächsten Bank zurücklegen, berichtet Bauer. Dagegen dauere eine Online-Überweisung gerade einmal fünf Minuten.

Fürs Online-Banking gebe es Gebote, die es zu beachten gilt, sagt Bauer. So müsse etwa die Computer-Software immer auf dem neusten Stand sein – sprich „aktualisiert“. Auch die „Achtsamkeit“ ist ein Gebot, die jeder Online-Banking-Nutzer beachten sollte. „Man schreibt seine Passwörter ja auch nicht an die Haustüre.“ Es sind allgemeine Tipps, die Bauer und König der älteren Generation näher bringen möchten. So sollten auch sogenannte PC-Checker, den Computer regelmäßig auf Schad-Software wie Computerviren durchsuchen.

König schaut wieder auf sein Smartphone, rückt seine Brille zurecht und wischt auf dem Display ein paar mal herum. „Wenn man weiß, welcher Knopf gedrückt werden muss, ist es Idiotensicher“, sagt er in Bezug auf das Online-Banking. Allerdings gebe es auch eine Einschränkung: „Wer keinen PC, Smartphone oder gar einen Internetzugang habe, der habe es schwer. Sprich es ist nicht möglich. „Die Hardware ist Grundvoraussetzung“, betont Bauer.

Stimmen die technischen Voraussetzungen helfen auch die jeweiligen Banken über ein Service-Telefon oder in einer ihrer Filialen beim Einrichten eines Online-Kontos, erklärt Bauer. Zur jetzigen Veranstaltung sind aber nicht nur Senioren eingeladen. „Jeder kann kommen, wir sprechen nicht nur Senioren an“, sagt König, dann greift er zum Smartphone, und checkt seine neuen E-Mails. Daniel Wegscheider

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Die Veranstaltung „Online-Banking für alle Generationen – Sicherheit im Internet“ findet am Dienstag, 23. Juli, (10 - 12 Uhr) im Tölzer Landratsamt (Professor-Max-Lange-Platz 1) statt. Der Kurs ist kostenfrei, allerdings freut sich der Verein über Spenden. Weitere Informationen und Kontakt zum Verein „Computer-Hilfe-im-Oberland“ gibt es online auf www.computer-hilfe-im-oberland.de.

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