Wilde Alpenflüsse

Verein Flößerstraße und Alpenverein eröffnen Wanderausstellung im Stadtarchiv

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Alpenflüsse-Verfechter (v.l.): CSU-Stadtrat Peter Plößl, Vorsitzende des Vereins Flößerstraße Gabriele Rüth und DAV-Sektions-Vorsitzender Gerhard Hofmann.

Wolfratshausen – Anlässlich des internationalen Tags der Flüsse und des zehnjährigen Bestehens des Vereins Flößerstraße ist im Stadtarchiv die kostenlose Wanderausstellung „gerade.wild.Alpenflüsse“ bis zum Dienstag, 15. Oktober, zu sehen.

Bis dahin können sich Besucher des Stadtarchivs über Alpenflüsse und ihre artenreichen Lebensräume informieren. Auf 13 Schautafeln werden auch die Probleme beim Erhalt von Biotopen dargestellt. „Die Suche nach erneuerbaren Energiequellen und der Hochwasserschutz erzeugen mit ihren Stauanlagen und Verbauungen massive Eingriffe in die Flusslandschaft“, bedauert Peter Plößl. Der CSU-Stadtrat verwies in seiner Eröffnungsrede darauf: typische Tierarten wie der Flussuferläufer oder Pflanzen wie die Deutsche Tamariske seien stark gefährdet.

Die vom Deutschen Alpenverein (DAV) initiierte Wanderausstellung ist Teil des unter anderem vom Bundesumweltministerium geförderten Verbandsprojekts „Alpenflusslandschaften – Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze“, an dem 18 Projektpartner beteiligt sind. In Wolfratshausen wird sie anlässlich des internationalen Tages der Flüsse, der jedes Jahr am 29. September stattfindet, gezeigt. Die Vorsitzende des Vereins Flößerstraße Gabriele Rüth fand dazu in der DAV-Sektion Wolfratshausen und dem Vorsitzenden Gerhard Hofmann einen passenden Kooperationspartner.

Stadtarchivar Simon Kalleder stellte den Lesesaal des Stadtarchivs zur Verfügung. „Kaum ein Teil der Natur wird so geschunden wie das Wasser unsere Flüsse“, findet Rüth. So gibt es allein an der 295 Kilometer langen Isar 28 Kraftwerke. Uferbefestigung und Stauseen führen vor allem am Oberlauf zu Problemen. „Wir müssen die letzten noch frei fließenden Alpenflüsse vor technischer Verbauung schützen“, forderte Plößl.

Dr. Karl Probst, Vorsitzender des Vereins „Rettet die Isar jetzt“, warnte vor einer weiteren Ausbeutung der Naturschätze. Er hofft darauf, dass der Freistaat im kommenden Jahr die Konzessionierung für das Walchenseekraftwerk kündigt.Peter Herrmann

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