„Können nichts mehr tun“

Verein „S7-Verlängerung jetzt“ löst sich auf

+
Zeigte sich enttäuscht über die Verzögerung der geplanten S-Bahn-Verlängerung nach Geretsried: Johannes Schneider.

Wolfratshausen/Geretsried – Vor elf Jahren gründete sich der „S7-Verlängerung jetzt“. Der Wunsch nach einer zügigen Fertigstellung des Großprojekts erfüllte sich nicht. Nun gab Vorsitzender Johannes Schneider die Auflösung des Zusammenschlusses bekannt.

„Es fehlt der Grund, an diesem Verein festzuhalten“, stellte Schneider fest. Einen Rechenschaftsbericht über das vergangene Jahr konnte der Unternehmer ohnehin nicht liefern. „Es gab 2018 keine einzige Veranstaltung, an der wir beteiligt waren“, erklärte Schneider. Die Website des Vereins wurde seit vier Jahren nicht mehr aktualisiert. Von den acht erschienenen Mitgliedern stimmten sieben für die Auflösung. „Wir können die Planungen in den nächsten fünf bis sechs Jahre nicht mehr beeinflussen und nichts mehr tun“, glaubt Christian von Stülpnagel. Zweiter Bürgermeister Fritz Schnaller (SPD) hob immerhin hervor, dass mit der geplante Tieferlegung der Trasse an der Sauerlacher Straße immerhin eine wichtige Verbesserung erreicht wurde. „Das, was zu leisten war, ist geleistet worden“, sagte er. In den vergangenen Jahren hatten die beiden Vorsitzenden Johannes Schneider und Reinhold Krämmel immer wieder auf das stetig wachsende Verkehrsaufkommen in der Region und auf die Notwendigkeit einer sofortigen Zuganbindung von Geretsried hingewiesen. „Wir waren damals euphorischer, dass die S-Bahn früher kommt“, räumte Schneider ein. Doch der Zeitplan, der frühestens 2028 die Fertigstellung der etwa neun Kilometer langen Verlängerung vorsieht, scheint unumstößlich. ph

Auch interessant

Kommentare