Solidaritätswelle

Verein „Surfing Wolfratshausen“ freut sich über Spendenboom

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Glauben weiterhin fest an die Realisierung der Surfwelle (v.l.): Jan Görner, Zeppelin-Bar-Wirt und JU-Vorsitzender Sepp Schwarzenbach, Kristjan Diehl und „Surfing Wolfratshausen“-Vorsitzende Stefanie Kastner.

Wolfratshausen – Vor einer Woche lehnte es der Stadtrat mit knapper Mehrheit ab, den städtischen Zuschuss für die Errichtung einer künstlichen Surfwelle in Weidach von 400.000 auf 464.000 Euro zu erhöhen (wir berichteten). Das Projekt schien gescheitert. Dank Crowdfunding und privater Spendenaktionen kann der Verein „Surfing Wolfratshausen“ nun aber wieder auf ein Happy End hoffen.

Über eine prall gefüllte Zeppelin Bar freute sich in der Nacht von Freitag auf Samstag Inhaber Sepp Schwarzenbach, der den Spendenhut für die Realisierung einer künstlichen Surfwelle im Stadtteil Weidach herumgehen ließ und zusammen mit dem Verein „Surfing Wolfratshausen“ eine Tombola initiierte. Mit der „Save the wave“-Party, die einen Erlös von 2.535 Euro erbrachte, erreichte die Solidaritätswelle ihren vorläufigen Höhepunkt.

Schon am Donnerstag ging eine Crowdfunding-Plattform ans Netz, die der Wolfratshauser Surfwellenbefürworter Tilo Scheck gegründet hat. „Nun können die Spenden direkt auf ein Konto überwiesen werden“, freut sich Marcus Kastner. Der Waldramer stellte mit seiner Frau Stefanie vor über sechs Jahren das Projekt erstmals im Stadtrat vor. Es folgte ein langwieriger Kampf um EU-Fördermittel sowie intensive Planungen. Dabei kam es auch zu Kostenexplosionen, die das Vertrauen vieler Stadträte massiv erschütterten.

Laut den Kostenberechnungen aus dem Frühjahr 2019 müsste für die künstliche Surfwelle insgesamt ein Betrag von knapp 800.000 Euro investiert werden. Davon würde die Stadt laut Stadtratsbeschluss vom Februar maximal 400.000 Euro zahlen, wobei bereits 175.000 Euro allein für die Planung ausgeben wurden. Hinzu kommen jährliche Betriebskosten in Höhe von 5.000 Euro. Aus dem EU-Fördertopf würden immerhin noch knapp 271.000 Euro fließen.

Zudem hatte der Verein „Surfing Wolfratshausen“ vor der am 12. Dezember gestarteten Crowdfunding-Aktion über 61.000 Euro Spendengelder gesammelt.

Dass die Finanzierungslücke in Höhe von 64.000 Euro schnell geschlossen wird, erscheint wahrscheinlich. Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe gab es Spendenzusagen in Höhe von rund 41.000 Euro. „Auf der Crowdfunding-Plattform gingen bereits nach einem Tag rund 22.000 Euro ein“, freute sich Marcus Kastner. Sollte es nicht zur Realisierung des Projektes kommen, wird das Geld an die Spender zurück überwiesen.

Peter Herrmann

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Information zur Spenden: Am Freitag, 20. Dezember, findet ab 19 Uhr im Eiswolf-Cateringbereich an der alten Floßlände in Wolfratshausen die zweite „Save the wave“-Party statt.

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