„Arbeit für Jugend“ sucht Coaches

Verein verhilft lernschwachen Schülern zu Abschlüssen und Ausbildungsplätzen

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„Arbeit für Jugend“-Vorsitzender Horst Niegel (r.) gratulierte den Ehrenmitgliedern Ursula Schierholz und Paul Gedig. 

Wolfratshausen – Im vorigen Jahr feierte der Verein „Arbeit für Jugend“ sein 20-jähriges Bestehen. Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung im Wirtshaus Flößerei verwies Vorsitzender Horst Niegel auf eine eindrucksvolle Erfolgsbilanz und bat um die Unterstützung weiterer ehrenamtlicher Helfer.

Ilse Nitzsche, die 1998 den Verein gründete, konnte aufgrund einer Erkrankung nicht an der Jahreshauptversammlung teilnehmen. Ihr einst ausgegebenes Ziel wurde meist erreicht: Ehrenamtliche Nachhilfelehrer – sogenannte Coaches – sollen lernschwache Schüler fördern und so zu einem Abschluss beziehungsweise einem Ausbildungsplatz verhelfen.

Vorsitzender Horst Niegel nannte in seinem Jahresrückblick beeindruckende Zahlen. „Seit 2010 hat der Verein etwa 350 Schülerinnen und Schüler von den Mittelschulen in Geretsried, Königsdorf, Waldram und Wolfratshausen gecoacht“, berichtete der Eurasburger. Knapp 80 Prozent haben dank dieser Hilfe einen Ausbildungsplatz bekommen oder wechselten in weiterführende Schulen. Im vorigen Schuljahr war die Erfolgsquote sogar noch besser: Von 30 gecoachten Schülern erreichten 28 einen qualifizierenden oder normalen Mittelschulabschluss.

Um Erfahrungen auszutauschen, treffen sich die Coaches in den Monatsversammlungen des Vereins. Zudem werden Gruppensuperversionen durchgeführt. „Die ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins beliefen sich 2018 auf etwa 4.700“, schätzt Niegel. Dass der Bedarf an kompetenter Nachhilfe in den kommenden Jahren steigen wird, steht für ihn anhand des wachsenden Zuzugs in den Landkreis fest. „Die Schülerzahlen werden auch in den nächsten Jahren steigen“, prognostiziert Niegel. Deshalb gelte es die Zusammenarbeit mit Lehrern, Jugendsozialarbeitern, dem Amt für Jugend und Familie sowie mit dem Jobcenter zu intensivieren.

Schwierig gestaltet sich laut Niegel die Suche nach neuen Coaches, die in Zukunft mit einem noch umfangreicheren Fortbildungs- und Informationsangebot auf ihre „herausfordernde Tätigkeit“ vorbereitet werden sollen. Darüber hinaus hat Michael Hellwig die Website www.arbeit-fuer-jugend.de modernisiert. Vielleicht gelingt es auf diese Weise, junge Coaches zu gewinnen.

Der Wolfratshauser Bürgermeister Klaus Heilinglechner, der ebenso wie der Geretsrieder Vize-Rathauschef Hans Hopfner und SPD-Stadtrat Manfred Menke zur Jahreshauptversammlung gekommen war, warb zudem für den Ausbildungstag am 13. Juli in der Dreifachturnhalle am Hammerschmiedweg. „Dort können sich Schüler und die Mitarbeiter von Betrieben im persönlichen Gespräch kennenlernen“, erklärte er. Am Ende der Versammlung würdigte Vorsitzender Horst Niegel das Engagement von Ursula Schierholz und Paul Gedig. Beide erhielten die Ehrenmitgliedschaft und Blumensträuße.ph

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