Herausfordernder Knotenpunkt

Verkehrsplanung an der Egerlandstraße führt zu Kontroversen im Geretsrieder Stadtrat

Die Einmündung des Fasanenwegs an die Egerlandstraße
+
Direkt hinter der Einmündung des Fasanenwegs an die Egerlandstraße entsteht eine Tiefgarageneinfahrt. Der Fasanenweg könnte dann für Schwerlastverkehr gesperrt werden.

Geretsried – Die Neugestaltung der Einmündung des Fasanenwegs in die Egerlandstraße bleibt weiterhin umstritten. Auch der aktuelle Planungsentwurf gefällt nicht jedem Stadtrat.

Gemäß einem vor vier Jahren erstellten Verkehrskonzept einigte sich der Stadtrat bereits in früheren Sitzungen darauf, dass kurz hinter dem Knotenpunkt Egerlandstraße/Fasanenweg ein verkehrsberuhigter Bereich geschaffen werden soll. Ebendort wird auch die südliche Ein- und Ausfahrt der Tiefgarage errichtet.

Autos sollen über Rampen vorbeifahren

Vorgesehen ist, dass die Autos rechts und links an der Rampe vorbeifahren können. Nachdem der Stadtrat eine vor einem Jahr vorgeschlagene Kreisverkehrslösung mit Hinweis auf die Risiken für Fußgänger und Radfahrer abgelehnt hatte, stellte Dr. Benedikt Bracher vom Büro Schlothauer und Wauer nun vier neue Varianten vor.

Um mehr Platz im Einmündungsbereich zu schaffen, könnte beispielsweise der Fasanenweg zur Einbahnstraße werden. Nur Busse dürften dann in beide Richtungen fahren. Obwohl die MVG diese Varianten bevorzugen würde, riet die Polizei aus Sicherheitsgründen jedoch davon ab.

Anderer Lösungsansatz

Die Verkehrsplaner und die Verwaltung empfehlen daher einen anderen Lösungsansatz: Der Fasanenweg soll in beiden Richtungen befahrbar sein, aber für den Schwerlastverkehr gesperrt werden. Vor der Tiefgaragenrampe soll ein tropfenförmiger Kreisverkehr entstehen. Autofahrer, die in Richtung Petruskirche abbiegen wollen, müssten dann um die Tiefgaragenrampe herumfahren.

Diese Szenario gefiel vielen Stadträten nicht, zumal es laut Bracher auch keine Fahrradstreifen geben wird. „Wir können es nicht bringen, dass Radfahrer um die Rampe herumradeln müssen, wenn sie vom Fasanenweg zum Isar-Kaufhaus wollen“, gab Heiko Hawla (Freie Wähler) zu bedenken. Bürgermeister Michael Müller (CSU) sah das genauso. „Wir laufen sehenden Auges in das, was am Rathaus gerade nicht anders geht“, befürchtete er. Müller verwies darauf, dass dort der Radweg bis zu Verlegung der B11 um die Tiefgarageneinfahrt geleitet wird.

Wir können es nicht bringen, dass Radfahrer um die Rampe herumradeln wenn sie zum Isar-Kaufhaus wollen.

Heiko Hawla, Freie Wähler

Der Bürgermeister beantragte deshalb erfolgreich eine nochmalige Prüfung und bessere Visualisierung der Planung. Einzig Stadtbaurat Rainer Goldstein zeigte sich kompromisslos: „Realisierbar ist nur die von der Stadtverwaltung vorgeschlagene Variante“, stellte er klar.

Peter Herrmann

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Von der Straße abgekommen: 21-jähriger Reichersbeurer erliegt seinen Verletzungen
Bad Tölz - Wolfratshausen
Von der Straße abgekommen: 21-jähriger Reichersbeurer erliegt seinen Verletzungen
Von der Straße abgekommen: 21-jähriger Reichersbeurer erliegt seinen Verletzungen
Corona im Tölzer Land: Weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus
Bad Tölz - Wolfratshausen
Corona im Tölzer Land: Weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus
Corona im Tölzer Land: Weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus
Outdoor-Ausstattungsprofi Grasberger jetzt in Lenggries
Bad Tölz - Wolfratshausen
Outdoor-Ausstattungsprofi Grasberger jetzt in Lenggries
Outdoor-Ausstattungsprofi Grasberger jetzt in Lenggries
Corona Schnelltest-Station bei Gustavo Gusto
Bad Tölz - Wolfratshausen
Corona Schnelltest-Station bei Gustavo Gusto
Corona Schnelltest-Station bei Gustavo Gusto

Kommentare