„Verlängerung torpediert“

„Bei der Petition geht es darum, mit allen Mitteln die Verlängerung der S7 zu torpedieren“, so der Fahrgastverband „Pro Bahn“.

Als „aktive Gefährdung“ bezeichnet der Fahrgastverband „Pro Bahn“ die Petition gegen das Industriegleis. Er hat sich nun selbst mit einer Stellungnahme an den Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags gewandt.

Laut Pro Bahn belegen Unfallstatistiken, dass Gefahrguttransporte auf der Schiene 40 mal sicherer als auf der Straße abgewickelt würden. „Die Antragsteller wollen mit bewusst geschürten Ängsten in der Bevölkerung gegen die sinnvolle Verlängerung der S-Bahn nach Geretsried aufwiegeln“, kritisierte mit Norbert Moy der Vorsitzende von Pro Bahn Oberbayern die Petition. Es sei längst bekannt, dass die Nutzung der neuen S-Bahn-Strecke für den Güterverkehr eine Querung der kreuzungsfrei ausgebauten B11 notwendig machen würde. „Dies ist aber aus Sicherheitsgründen nicht so einfach möglich.“ Gründe dafür sind bereits im Jahr 2009 mehrfach öffentlich diskutiert worden. Zudem würde laut Moy selbst eine Aufhebung des heutigen Industriegleises anders als behauptet den Bestandsschutz des Bahnübergangs an der Sauerlacher Straße nicht berühren, „da er weiterhin für die Abstellanlage der S-Bahn benutzt wird“. Die eigentliche Intention der Petition sieht Moy wo anders: „Es geht darum, mit allen Mitteln die Verlängerung der S7 zu torpedieren. Denn es sei bekannt, dass „nur mit dem bestehenden Bahnübergang an der Sauerlacher Straße die S-Bahn nach Geretsried möglich ist“. Jede andere Behauptung sei schlicht scheinheilig, oder „zeugt von einem mangelnden Aufnahmevermögen für Fakten“, sagt Norbert Moy. Dem Verband Pro Bahn fehlen von der Wolfratshauser Kommunalpolitik „konstruktive Beiträge und Lösungen“. Moy: „Dass die Planung in 2008 wesentlich geändert wurde, und die Schrankenschließzeiten erheblich verkürzt wurden, wurde bis heute noch nicht verstanden oder wird einfach ignoriert.“ Mit dem neuesten Querschläger werde jetzt zudem die Verkehrssicherheit gefährdet. Schließlich sei Gefahrguttransport auf der Schiene 40 mal sicherer als auf der Straße.

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