65 Fehlalarme für Tölzer Feuerwehr im Vorjahr

Verursacher müssen mehr zahlen

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Die Tölzer Feuerwehr rückte im Vorjahr wegen 65 Fehlalarmen aus – das wir künftig für den Verursacher teurer.

Bad Tölz – Fehlalarme können teuer werden. Weil die Tölzer Feuerwehr im Vorjahr wegen 65 Fehlalarmen, die auf Fahrlässigkeit oder defekte Anlagen zurück zu führen waren, ausrücken musste, will man die Verursacher künftig höher zur Kasse bitten.

„Der Einsatz bei Bränden bleibt natürlich weiterhin kostenfrei“, erläuterte Christian Fürstberger eingangs der jüngsten Sitzung des Bau- und Stadtentwicklungsausschusses. Mit der neuen Aufwendungs- und Kostenersatzsatzung (so der offizielle Titel) wolle man aber vor allem die Nutzer von Brandmeldeanlagen dazu bringen, sorgsamer zu sein und ihre Anlagen reparieren zu lassen. „Da wird unter Brandmeldern gekocht“, so Fürstberger, die Feuerwehr rücke dann mehr als einmal unnütz aus. „Wenn man pauschal 500 Euro zahlt, dann motiviert das vielleicht zum Denken“, meinte Fürstberger und schlug vor, diesen Kostensatz künftig von jenen zu erheben, die die Wehr zum Ausrücken veranlassen. Hilfseinsätze der Feuerwehr können aber auch durchaus teurer werden, je nach Aufwand, wenn beispielsweise mehrere Fahrzeuge und eine Reihe von Leuten ausrücken. Die Hilfeleistung für Leib und Leben bei Unfällen natürlich weiterhin kostenfrei, nicht aber für das Reinigen der Straßen. Und auch wer die Wehr ruft, um den Keller auszupumpen, weil ein Schlauch geplatzt ist, muss zahlen oder das eventuell mit seiner Versicherung abrechnen. Falls die Isar aber durch den Keller rauscht, sieht`s natürlich anders aus. Dennoch gibt es auch hier eine Grenze. Fürstberger: „Die Leute meinen dann, wir sollen auch noch den Boden mit dem Putzlumpen aufwischen.“ Feuerwehrreferent und Dritter Bürgermeister Ludwig Bauer (CSU) fasste es so zusammen. „Alles, was auch andere machen können, kostet etwas. Brandbekämpfung und Rettung sind davon natürlich ausgenommen.“ Die Satzung, die zum neuen Jahr in Kraft tritt, wurde einstimmig beschlossen. Fürstberger abschließend: „Für die meisten Bürger ändert sich wenig, die Hilfseinsätze haben auch bisher schon etwas gekostet, nur gibt es eben jetzt einen Mindestpreis für Fehlalarme.“

bo

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