Tölz droht Verkehrsinfarkt

Vier Monate lang: Stadtwerke kündigen Sperrung der Nockhergasse an

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Zu eng, um während der Bauarbeiten eine Behelfsspur einzurichten: Die Nockhergasse wird für vier Monate komplett gesperrt.

Bad Tölz – Bad Tölz droht eine ganz erhebliche Einschränkung des Stadtverkehrs. Denn die Stadtwerke müssen Gas-, Wasser- und Stromleitungen in der Nockhergasse erneuern. Dazu beabsichtigen sie die Sperrung einer der Hauptverkehrsachsen: Vier Monate lang soll die Einbahnstraße nicht befahrbar sein. Los gehen die Bauarbeiten wohl am 1. Juli.

Zunächst stehen Gas- und Wasserarbeiten an, danach der Kanal. „Das wird bitter dort unten“, sagt Stadtwerke-Chef Walter Huber. Er sieht sich bereits in Erklärungsnot: Denn einige Anwohner und Geschäftsbetreiber sehen sich schlicht zu wenig informiert, worüber auch der Tölzer Kurier am Wochenende berichtete. Huber zufolge seien die Anwohner bereits im vergangenen Jahr informiert worden. Zeitnah aber hätte das noch besser publiziert werden müssen – und auch sollen. Demnach existiert sogar eine Pressemitteilung. Doch die wurde nie verschickt, weil sich Stadtwerke und Rathaus jeweils auf den anderen verlassen haben. „Das ist blöd gelaufen“, sagt Huber. Er verteidigt nochmals die Notwendigkeit der Arbeiten, „die Leitungen und Hausanschlüsse sind teils uralt und müssen unbedingt erneuert werden“. Während die Stadtwerke für die Gas-, Wasser- und Stromleitungen sowie diverse Hausanschlüsse verantwortlich zeichnen, schließt sich die Stadt mit den Kanalbaumaßnahmen an. Gestartet wird mit den Bauarbeiten von der Kreuzung Nockhergasse/Bairawieser Straße her, „dann arbeiten wird uns abwärts vor“. Den genauen Zeitplan kann Huber noch nicht mitteilen, eines aber: „Zu Leonhardi müssen wir fertig sein – da gibt‘s nichts dran zu rütteln.“

Für den gesamten Zeitraum gelten in diesem Bereich für den Straßenverkehr umfangreiche Umleitungen: Für Anlieger bleibt die Zufahrt bis zur Baustelle frei. Der restliche Verkehr wird über die Bahnhofstraße, Sachsenkamer Straße und die Umgehungsstraße weiträumig umgeleitet. Busse müssen ausweichen über Jahnstraße, Wachterstraße und An der Osterleite. Selbst ein zunächst angedachter Fahrradweg kann nicht eingerichtet werden: „Dafür ist die Nockhergasse schlicht zu eng“, erklärt Huber. tka

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