Voller Einsatz an vielen Stellen

Kinder- und Jugendförderverein verzeichnet hohes Stundenaufkommen

+
Hob die guten Kooperationen mit den Schulen und der Stadt hervor: KJFV-Geschäftsführer Fritz Meixner.

Wolfratshausen – Mit zahlreichen Freizeit-, Bildungs- und Beratungsangeboten stärkt der Kinder- und Jugendförderverein (KJFV) seit 1994 die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Der jüngst im Jugend- und Kulturausschuss vorgetragene Jahresrückblick von Geschäftsführer Fritz Meixner belegte, dass die Herausforderungen in dieser Zeit gestiegen sind.

Im vergangenen Jahr feierte der Kinder- und Jugendförderverein im Rahmen des „Family Fun Festivals“ an der alten Floßlände sein 25-jähriges Bestehen. Das abwechslungsreiche Programm erfreute sich so hoher Beliebtheit, dass sich KJFV-Geschäftsführer Fritz Meixner im kommenden Jahr eine Neuauflage wünscht. „Es wäre ideal, wenn das wieder kurz vor dem Flussfestival stattfinden würde und wir die dann schon aufgebaute Bühne wieder nutzen könnten“, sagte er im Jugend- und Kulturausschuss.

Dass der derzeit 222 Mitglieder zählende Verein neben der Organisation eines Festakts und eines umfangreichen Ferienpass-Programms auch noch viele andere Aufgaben zu bewältigen hatte, verdeutlichte der Jahresbericht des Geschäftsführers. So teilen sich derzeit 89 Mitarbeiter insgesamt 33,09 Planstellen. Einige von ihnen haben die Konzeption des Kinderhortes Waldram überarbeitet. „Mit einer neuen Betriebserlaubnis können dort nun auch Kinder mit diagnostizierten Förderbedarf aufgenommen werden“, erklärte Meixner.

Schneller als erwartet wuchs der erweiterte integrative Kinderhort Wolfratshausen. Mit 83 Plätzen sind die Räumlichkeiten in der ehemaligen Landwirtschaftsschule an der Bahnhofstraße schon fast voll belegt. Erfolgreich angelaufen ist auch die offene Ganztagesschule an der Isar-Loisach-Realschule, die mit zwei geförderten Gruppen weitergeführt wird. Dagegen steht bei der Mittagsbetreuung nach 21 Jahren im Schulgebäude am Hammerschmiedweg im Herbst ein Umzug in die Containeranlage an der Königsdorferstraße 35 an.

Über zahlreiche Aktivitäten im Jugendbereich berichtete Cordula Schnellbach, die nach drei Jahren in der mobilen Jugendarbeit im April von Christoph Dollhopf abgelöst wird. „Die Skateranlage in Waldram wird vor allem wegen der neuen Anfahrtsrampe von Skatern und Scootern gut angenommen“, berichtete Schnellbach. Etabliert haben sich die im September 2018 neu eingerichteten Stellen der Jugendsozialarbeit an den Grundschulen Wolfratshausen/Weidach und Waldram. Ohnehin ist der Bedarf stark gestiegen: Wurden 2012 „nur“ 39 Einzelfälle bearbeitet, so waren es 2019 schon 189. Das Wochenstundenaufkommen schnellte in diesem Zeitraum von 39,5 auf 106,5 Stunden in die Höhe. Gar 1.859 Ehrenamtsstunden erbrachten die 50 Familienpaten im Sozialraum Nord. Das Projekt kann dank einer Vertragsunterzeichnung im Mai 2019 mindestens bis Ende 2024 fortgeführt werden.

Lob von SPD-Stadträtin Gerlinde Berchtold gab es für den aus dem Jugendforum entstandenen Jugendbeirat. „Die gute Zusammenarbeit mit der Politik ist enorm wichtig“, betonte sie. Berchtold verwies darauf, dass es einige Anregungen von Jugendlichen in die Wahlprogramme der Parteien geschafft haben.b

Auch interessant

Meistgelesen

Errichtung von drei Mehrfamilienhäusern in Gelting verzögert sich
Errichtung von drei Mehrfamilienhäusern in Gelting verzögert sich
Bauausschuss gibt grünes Licht für Pizza-Service am Karl-Lederer-Platz
Bauausschuss gibt grünes Licht für Pizza-Service am Karl-Lederer-Platz
Zahl der Coronafälle steigt: Nordlandkreis stärker betroffen 
Zahl der Coronafälle steigt: Nordlandkreis stärker betroffen 
Interview: Dr. Helgard van Hüllen vom Weissen Ring zur Corona-Krise
Interview: Dr. Helgard van Hüllen vom Weissen Ring zur Corona-Krise

Kommentare