Unerlaubter Drogenbesitz

Vorbestrafter Geretsrieder wird mit 1,23 Gramm Marihuana erwischt

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Angeklagter wird vom Amtsgericht aufgrund von Marihuana-Besitz zu einer Geldbuße von 4.500 Euro verurteilt.

Wolfratshausen/Geretsried – Ende November des vorigen Jahres fanden Polizeibeamten bei einem 23-jährigen Geretsrieder 1,23 Gramm Marihuana sowie eine Tabak-Marihuana-Mischung. Da der Mann unter offener Bewährung stand, fiel die Geldstrafe des Amtsgerichts relativ hoch aus.

Die Beamten hatten damals kurz vor Mitternacht den sprichwörtlich richtigen Riecher bewiesen. Als sie an der Bushaltestelle am Waldramer B11-Zubringer aus ihrem Dienstfahrzeug ausstiegen, um den jungen Mann zu kontrollieren, flüchtete der zunächst auf ein angrenzendes Feld. Vergeblich: Bereits nach wenigen Metern hatten die sprintstarken Polizeibeamten den Geretsrieder eingeholt und nahmen ihn vorläufig fest. Kurz zuvor hatte er eine Zigarettenpackung weggeworfen. Darin befand sich Marihuana, das er in Alufolie eingewickelt hatte. Bei der weiteren Durchsuchung des Mannes fanden die Polizisten zudem eine Tabak-Marihuana-Mischung. Wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz musste sich der 23-Jährige nun vor dem Amtsgericht verantworten. „Ich bin drogensüchtig“, erklärte der Angeklagte lapidar. Bereits mit 15 Jahren konsumierte er Cannabis, später probierte er auch Kokain, Speed und andere härtere Drogen. „Das Marihuana hat mir ein Freund aus Berlin mitgebracht: Die Qualität war schlecht“, behauptete der Hausmeister. Zudem gab er an, dass er regelmäßig mit der Suchtberatung der Caritas spricht und bisher noch keinen Platz in einer therapeutischen Entgiftungseinrichtung gefunden hat. Da er bereits vor einem Jahr wegen vorsätzlicher Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung verurteilt wurde, stand der Geretsrieder zum Zeitpunkt des Marihuana-Fundes noch unter offener Bewährung. Zudem erwartet ihn an einem Münchner Gericht noch ein weiteres Verfahren, weil er einen Taxifahrer angegriffen hatte. Auch eine Schlägerei in Geretsried, an der er beteiligt war, wurde noch nicht verhandelt. „Sie schreien ja danach, dass man Sie einsperrt“, kommentierte Berger die Vergehen.

Die Staatsanwältin beantragte eine viermonatige Freiheitsstrafe, die aber aufgrund der relativ geringen BTM-Menge und der positiven Sozialprognose noch einmal zur Bewährung ausgesetzt werden könne. Richter Helmut Berger folgte diesem Antrag nicht und verhängte stattdessen eine Geldbuße in Höhe von 90 Tagessätzen zu je 50 Euro – insgesamt 4.500 Euro. Der Angeklagte nahm das Urteil sofort an. Peter Herrmann

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