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Vorreiterrolle einnehmen

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In Zukunft sollen die Bediensteten der Stadt mit Elektrofahrzeugen ausrücken. Dafür soll es eine eigene Ladestation geben, die möglichst kostengünstig durch eine entsprechende Mitgliedschaft bei einem Energieanbieter unterhalten wird.

„Wolfratshausen könnte bei diesem Thema eine Vorreiterrolle übernehmen“, erklärte Wirtschaftsreferent Günther Eibl (CSU) den Antrag seiner Fraktion. Für die CSU im Stadtrat ist klar, Elektrofahrzeugen gehöre die mobile Zukunft, zumindest sind sie eine mögliche Alternative zum herkömmlichen Benzin- oder Diesel-Pkw. Wolfratshausen könne sich so als umweltfreundliche und innovative Kommune präsentieren, mit Ladestationen auf öffentlichen Parkplätzen werte die Stadt außerdem ihr Image auf. Und mit der Zusammenarbeit mit einem leistungsstarken Stromlieferanten unterstütze die Flößerstadt eine bundesweit flächendeckende Ladeinfrastruktur, betonte Eibl zum CSU-Antrag. Dass sich das Rathaus mit dem Klimaschutz sehr intensiv befasst habe, betonte Bürgermeister Helmut Forster (Bürgervereinigung) in der ersten Sitzung des Stadtrats nach der Sommerpause. Man sei dem Verein Energiewende Oberland mit dem Ziel beigetreten, die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach bis 2035 „energieautark“ werden zu lassen. Außerdem nimmt die Stadt in Kürze ein Elektroauto in die Pkw-Flotte auf, die erforderliche Ladestation soll direkt von der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Betriebsgebäudes gespeist werden. Wolfratshausen hat sich außerdem bei den Stadtwerken München beworben, um an dem Projekt „Modellregion Elektromobilität“ teilzunehmen. Die Landeshauptstadt wurde vom Bundesverkehrsministerium als eine von acht Modellregionen erklärt; bundesweit wird mit 115 Millionen Euro der Einsatz von Elektrofahrzeugen und deren Marktreife erprobt und vorbereitet. Weiter soll ein tragfähiges E-Mobilitätskonzept für öffentlichen Nahverkehr erarbeitet werden. Sollte die Bewerbung Wolfratshausens nicht gelingen, habe sich der Energiekonzern E.ON bereit erklärt, eine Ladestation an einem öffentlichen Parkplatz zu errichten, betonte Forster. Anlage und Stromabnahme wären während der Erprobungsphase (bis Ende 2011) für die Stadt kostenlos. Grünen-Stadträtin Gaby Reith, die selbst ein Erdgasauto fährt, warnte vor der Abnahme von Atomstrom. „Wer sagt uns denn, dass das auch umweltfreundlicher Strom aus erneuerbaren Energien ist?“ Einstimmig folgte der Rat dem Vorschlag der Verwaltung, die Bewerbung Wolfratshausens abzuwarten.

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