„Der touristische Leuchtrum von Tölz“

Der Blomberg soll für den Tourismus attraktiver gestaltet werden

Der Blomberg soll für den Tourismus attraktiver gestaltet werden. Jetzt hat die Stadt einen Entdeckerpfad in Auftrag gegeben.
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Der Blomberg soll für den Tourismus attraktiver gestaltet werden. Jetzt hat die Stadt einen Entdeckerpfad in Auftrag gegeben.

Bad Tölz/Wackersberg – Der Blomberg ist ein beliebter Wanderberg für Einheimische und Ausflügler. Erschlossen wird er durch zahlreiche Wege und die Sesselbahn.

Vor allem am Wochenende wird der 1.220 Meter hohe Vorberg von vielen Wanderern und Mountainbikern genutzt. Deshalb macht sich die Stadt Bad Tölz Gedanken, wie sie die Besuchermassen besser lenken können.

Am Donnerstag befasste sich der Kur-, Tourismus- und Wirtschaftsausschuss des Tölzer Stadtrates mit der Konzeption der Firma „pronatur GmbH“ aus Innsbruck. Sie hatte im Juni 2020 von der Stadt den Auftrag erhalten, einen Entdeckerpfad zu planen. Das Ergebnis wurde nun in der Sitzung vorgestellt. Dabei ist ohne große Diskussion einstimmig beschlossen worden, die beiden ersten Stufen in den Jahren 2021 und 2022 umzusetzen und im Haushalt einzuplanen. Die Kosten belaufen sich dabei auf 347.000 Euro.

Schon seit langem ist der Blomberg laut Kur- und Tourismusdirektorin Brita Hohenreiter „der touristische Leuchtturm von Tölz“. Er solle neue Gäste bringen und natürlich auch Einnahmen generieren. Zur Ergänzung von Sesselbahn, Winter- und Sommerrodelbahn, Kunstwanderweg und Gastronomie wurde bereits früher über eine Bikerstrecke sowie einer Toilettenanlage an der Bergstation nachgedacht. Daraus wurde bislang nichts. Und keines dieser Themen wurde in der Sitzung angesprochen.

Vielmehr erläuterten die „pronatur“-Mitarbeiterinnen in einem etwa einstündigen Vortrag, was entlang des bereits bestehenden Wanderweges von der Talstation zum Blomberghaus an neuen Familien-Attraktionen entstehen soll: Etwa die Errichtung eines Eingangs- und Endportal, Infotafeln, Sitzbänke sowie ein Niederseilgarten, Wackelschlitten oder Waldboden- und Baumspiele, die einen erzieherischen Charakter haben. Sie sollen spielerisch auf aktuelle Umweltthemen aufmerksam machen. Zudem seien Fernrohre geplant, mit denen die umliegenden Berge betrachtet werden können. Per Handy-App soll der Blomberg auch virtuell attraktiver werden, auch an Merchandising Produkte aus nachhaltigen Materialien wie Brotzeitboxen und Kleidungsstücke ist gedacht worden.

Die Ausschussmitglieder waren von der Präsentation „begeistert“– freuten sich über die Kombination aus Spaß, Spiel und Naturverständnis. Das Ganze könne nach drei Monaten Vorplanung innerhalb von drei Wochen am Blomberg umgesetzt werden. Auch gibt es eine dritte Ausbaustufe, für die Jahre 2022 und 2023 mit einem Kostenaufwand von weiteren 255.000 Euro. Die aber noch nicht beschlossen wurde.

Hohenreiter: „Das Konzept schafft ein herausragendes Produkt“, das im Wettbewerb um neue Gäste gebraucht werde. Auch Michael Lindmair (FWG) und Filiz Cetin (SPD) fanden die Präsentation überzeugend. Ulrike Bomhard betrachtete es als wichtig, Bänke für ältere Blombergbesucher bereitzustellen.

Lediglich Moritz Saumweber (Grüne) fragte nach, ob der Entdeckerpfad einen Konflikt für den angedachten Biketrail darstelle. „Das wird noch spannend werden“, antworte Bürgermeister Ingo Mehner (CSU), schließlich liege der Blomberg weitgehend auf der Nachbargemeinde Wackersberg und die dortigen Landwirte seien nicht unbedingt begeistert von den Tölzer Plänen. Schließlich wurde einstimmig beschlossen, die Haushaltsmittel für die ersten beiden Projektstufen bereitzustellen und die Umsetzung in Auftrag zu geben. bo

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