Hausmeister des Hausbergs

Blomberg-Koordinators nun unbefristet angestellt – Vollzeitstelle nicht drin

Blomberg-Koordinator: Manuel Wilke ist seit knapp einem Jahr im Amt
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Blomberg-Koordinator: Manuel Wilke ist seit knapp einem Jahr im Amt.

Bad Tölz/Wackersberg – „Etwas Erfreuliches“ kündigte Kur- und Tourismusdirektorin Brita Hohenreiter in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses an, als es um den „Blomberg-Koordinator“ ging. Die bisher auf zwei Jahre befristete

Teilzeitstelle soll künftig unbefristet besetzt werden. Die Stadträte stimmten einmütig dafür. Allerdings – eine Vollzeitstelle soll es auch in Zukunft nicht sein.

Der 1.220 Meter hohe Blomberg im Westen ist Freizeitpark, Wirtschaftsbetrieb, Naturparadies, forst- und almwirtschaftliches Gebiet und Tölzer Hausberg, liegt teilweise auch auf Wackersberger Gemeindeflur. Hier die verschiedenen Fäden zusammenzubringen, ist eine der Hauptaufgaben von Manuel Wilke. Der 32-Jährige ist seit knapp einem Jahr bei der Stadt Bad Tölz als „Blomberg-Koordinator“ angestellt.

Handwerkliche Tätigkeiten sind dabei ebenso gefragt wie Projektarbeit. So geht es unter anderem um die Neukonzeptionierung des „Entdeckerpfades“, um regelmäßige Instandhaltungsarbeiten, Verkehrssicherheit der Wege, die Blomberg­kapelle sowie Müllbeseitigung. Eine „Ordnungsfunktion“ ist nicht vorgesehen, die gelegentlich umgangssprachlich benutzte Bezeichnung „Blomberg-Ranger“ ist deshalb nicht ganz richtig. Anders als etwa die vom Landkreis angestellten Walchensee-Ranger ist Wilke auch nicht an einer Dienstkleidung zu erkennen, wenn er am Blomberg unterwegs ist.

Ein beträchtlicher Teil von Wilkes Arbeit bleibt allerdings nach außen unsichtbar. Zunächst jedoch musste sich Wilke den verschiedenen Akteuren am Blomberg in seiner neuen Funktion vorzustellen, seien es nun Jäger, Förster, Anlieger oder Gastronomen. Die meisten kannte er freilich schon, denn der gelernte Marketingkaufmann war zuvor drei Jahre bei der Blombergbahn angestellt.

Kur- und Tourismusdirektorin Brita Hohenreiter war im Ausschuss voll des Lobes über die Arbeit des Koordinators, ob Kommunikation, Beschwerden, Sauberkeit, Instandhaltungsmaßnahmen oder Verkehrssicherheit, alle Parameter hätten sich verbessert. Karsten Bauer (CSU) freute sich, dass „das so gekommen ist“; ebenso Willi Streicher (SPD), das sei bei der Schaffung der Stelle im Juli 2019 so nicht absehbar gewesen.

Anton Mayer (CSU) merkte an, man solle aber keine Vollzeitstelle daraus machen. Diese sei jedoch, so auch Bürgermeister Ingo Mehner (CSU) schon aus Sparsamkeitsgründen nicht vorgesehen: „Das gibt die Aufgabe auch nicht her.“ Karl Bock

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