Hilfe für Familien

Wackersberg will am Landkreis-Pilotprojekt teilhaben

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Kindererziehung, Haushalt und Arbeit unter ein Dach zu bringen, ist nicht einfach. Das Projekt Familienpate will helfen. 

Wackersberg – Im nördlichen Landkreis funktioniere das Projekt Familienpaten schon ganz gut. „Jetzt wollen wir den Sozialraum für den Standort Süd in Angriff nehmen“, so begründete Diana Eichmüller von der Fachstelle für Familienförderung im Tölzer Landratsamt, vor dem Wackersberger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung das Pilotprojekt, das eine finanzielle Beteiligung der südlichen Gemeinden bedinge.

Es sei wie bei vielen anderen Dingen immer dasselbe. Der Freistaat sieht zwar die Notwendigkeit auch dieses Projekts, aber die Finanzierung schiebt er auf die Landkreise ab. „Dabei ist unser Landkreis mittlerweile der größte Standort Bayerns bei den Familienpaten“, berichtete Diana Eichmüller und warb für die Ausweitung der Maßnahme. Die Trägerschaft im Landkreis hat der BRK-Kreisverband übernommen. Die ehrenamtlich tätigen Familienpaten würden Familien bei Problemen helfen. Dabei sei das Spektrum der Unterstützung weit gespannt. Es reiche von der Hausaufgaben-Hilfe für Kinder über die Haushalts-Organisation bis hin zur Hilfe bei den Dingen des täglichen Lebens.

Auf jährlich „höchstens 25.000 Euro“ schätzte die Referentin den bedarf ein. Abzüglich der Förderung durch den Landkreis müssten die Isarwinkler Kommunen zusammen etwa 14.000 Euro im ersten Jahr des auf zwei Jahre angelegten Pilotprojekts beisteuern. Dabei würden im ersten Jahr etwa 2.000 Euro auf Wackersberg zukommen, im zweiten rund 1.400 Euro.

„Das befürworte ich zu 100 Prozent, dass wir uns daran beteiligen. Da können wir mit relativ geringen Mittel bei Problem-Familien helfen. Wenn wir da nämlich nichts tun, dann wird es dort später wahrscheinlich noch sehr viel teurer“, betonte Andrea Lechner.

Da die jeweiligen Kommunen nach der Pilotphase entscheiden können, ob sie weiterhin an dem Programm Familienpaten teilhaben möchten, war auch das Wackersberger Gremium schnell überzeugt und stimmte einmütig dafür, an dem Projekt mitzumachen. ejs

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