Parkverstöße und Naturschutz-Anzeigen: Polizeipräsidium Oberbayern Süd zieht Bilanz

„Wildparker" sorgen für Stress in den Tourismus-Domizilen

Walchensee-Parkchaos
+
Verkehrsszenen am Walchensee: heuer gab es an schönen Wochenenden und Feiertagen vermehrt chaotische Parksituationen.

Landkreis – Zu Beginn der Sommerferien kündigte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd verstärkte Kontrollen an. Insbesondere in den Touristen-Hotspots. Jetzt gibt es eine gemischte Bilanz.

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd erlebten viele Regionen in diesem Frühjahr und Sommer neue Belastungsspitzen bezüglich des Ausflugsverkehrs. Wie berichtet, waren vielerorts öffentliche Ausflugsparkplätze schon am frühen Vormittag belegt, sodass zahlreiche Fahrzeuge am Fahrbahnrand, auf Grünstreifen, in Wäldern oder auf Wiesen abgestellt wurden.

Die „Wildparkerei“ führte in den vergangenen Monaten zu massiven Verkehrsproblemen, da auf den schmalen Zufahrtsstraßen durch die am Fahrbahnrand geparkten Fahrzeuge erhebliche Behinderungen entstanden. Insbesondere die Gemeinde Kochel mit ihrem Tourismus-Domizil Walchensee litt bekanntermaßen unter dem Ansturm von Tagesausflüglern.

Aus diesem Grund wurde dort und anderen vom Ausflugsverkehr betroffene Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd während der bayerischen Sommerferien an allen Wochenenden die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung und das Freihalten der Rettungswege verstärkt überwacht. Hierbei unterstützten angeforderte Einsatzkräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei.

Nach dem letzten Ferienwochenende zieht das Polizeipräsidium nun eine gemischte Bilanz. „Insgesamt wurden in den vergangenen sechs Wochen rund 600 Fahrzeugführer gebührenpflichtig verwarnt“, berichtet Carolin Englert, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Größtenteils handelte es sich hierbei um Parkverstöße. Vier Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Im Naturschutzgebiet Pupplinger Au wurden 25 Anzeigen nach dem Naturschutzgesetz erstattet.

Der Ausflugsverkehr zeigte sich dabei natürlich sehr wetterabhängig. „An den sonnigen Tagen hatten die Einsatzkräfte regional teils alle Hände voll zu tun“, so Englert weiter. Spitzenreiter waren hierbei insbesondere die Gemeinden der Zugspitzregion. Etwa der Eibsee Rund im Landkreis Garmisch-Partenkirchen: hier waren bei schönem Wetter bereits am Vormittag alle Parkplätze der Zugspitzbahn überfüllt, sodass die zu den Parkplätzen führende Staatsstraße 2061 sowie die Ortsdurchfahrt von Grainau durch die Polizei gesperrt werden musste, um einen Verkehrskollaps zu verhindern. Englert weiter:“ „Doch trotz regelmäßiger Verkehrsdurchsagen der Radiostationen und entsprechender Hinweise zur aktuellen Verkehrslage im Internet und der Presse versuchten leider zahlreiche Ausflügler ihr Glück und fuhren unbeirrt weiter in Richtung der Ausflugsregionen.“

An bewölkten oder gar regnerischen Tagen kam es im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd dagegen zu einem überwiegend geringen Verkehrsaufkommen und keinen nennenswerten Beanstandungen.

Die Polizei wird nun insbesondere an schöneren Herbsttagen den Ausflugsverkehr wieder im Blick haben und Verstöße, insbesondere das Zuparken von Rettungswegen, konsequent ahnden. Die Polizei appelliert an alle Tagesausflügler: „Parken Sie nur auf ausgewiesenen Parkplätzen, denken Sie an die Umwelt und halten Sie Rettungswege frei.“ dwe

Auch interessant

Kommentare