BRK mit Hunden im Einsatz

Übung am Walchensee: So proben Wasserwacht und Hundestaffel den Ernstfall

Die Wasserwacht Übung am Walchensee durchgeführt.
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Die Wasserwacht und die Rettungshundestaffel des BRK haben eine gemeinsame Übung am Walchensee durchgeführt.

Landkreis – Jüngst wurden viele Erholungssuchende Zeugen einer großen Übung der Wasserwacht Bad Tölz und der Tölzer Rettungshundestaffel (RHS) des Bayerischen Roten Kreuzes am Walchensee-Ostufer.

Zwölf Wasserwachtler der Ortsgruppe Bad Tölz empfingen morgens die Rettungshundestaffel des BRK Bad Tölz an der Wasserrettungsstation Niedernach. Nach kurzer Begrüßung ging es zügig in die Übung. Ein Vater meldete zwei Jungs, die im Wald zum „Schwammerlsuchen“ waren, als vermisst.

Die Wasserwacht und die Rettungshundestaffel des BRK haben eine gemeinsame Übung am Walchensee durchgeführt.

„Die Wasserwachtler wurden schnell eingeteilt und brachten jeweils einen Rettungshund mit zwei Hundeführern, insgesamt vier Teams, mit dem Rettungsboot ins Suchgebiet auf die andere Seeseite“, berichtet Uwe Stretz, technischer Leiter der Wasserwacht Bad Tölz. Dank des Bugklappenbootes konnten Retter und Hunde schnell und bequem an Land gehen und mit der Suche beginnen.

Die Hundeführer schickten ihren Hund mit dem Kommando „Such“ oder „Hilf“ in das Waldgebiet, Dort suchten sie dann selbständig das Areal nach Personen in Not ab. „Dabei hört man oft nur noch ein Glöckchen am Hundegeschirr, um zu wissen, wo sich der Hund gerade befindet“, erzählt Vanessa Schallmoser, Fachdienstleiterin der Rettungshundestaffel Bad Tölz-Wolfratshausen. Wenn der Hund das Opfer findet, bleibt er beim Verletzten und „verbellt“ ihn, bis der Hundeführer kommt.

„Das ist ganz schön erschreckend, wenn ein Hund zehn Zentimeter vor dir echt laut bellt“, berichtet Maxi, eines der Opfer mit einer geschminkten offenen Unterschenkelfraktur. Die Hundeführer, alle mindestens ausgebildete Sanitätshelfer, versorgten dann den Patienten fachgerecht. Und die Wasserwachtler transportierten ihn zum Boot, um ihn bei der Wachstation an den Rettungswagen zu übergeben.

Gegen Mittag war die Übung dann beendet und alle Hunde und ihre Führer fuhren noch eine Runde mit dem Rettungsboot mit. „Wir sind sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit und dem Ablauf der Übung“, resümieren Uwe Stretz und Vanessa Schallmoser übereinstimmend. dwe

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