Achtung Borkenkäfer!

Waldbesitzer aufgerufen: vorhandenes Schadholz mit Vorsicht zu entfernen

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Von Buchdrucker befallene Fichte: Das auf den Buchenblättern liegende Bohrmehl ist ein sicherer Hinweis, dass der Borkenkäfer die nebenstehende Fichte befallen hat. Jetzt gilt es, das befallene Fichtenholz schnell aus dem Wald zu schaffen. 

Landkreis – Gemeinsam gegen den Borkenkäfer – zu diesem Thema haben sich bei einem „Runden Tisch“ die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Holzkirchen, Ebersberg und Rosenheim, die Waldbesitzervereinigungen Wolfratshausen, Holzkirchen und Ebersberg sowie die Forstbetriebe München und Schliersee des Unternehmens Bayerische Staatsforsten AöR ausgetauscht. Neu dabei waren dieses Jahr auch je ein Vertreter des Erzbischöflichen Ordinariats und der Stadt München, die im Oberland nennenswerte Waldflächen besitzen.

„Alle Beteiligten waren sich einig, dass es unerlässlich ist, rechtzeitig auf die Suche nach frischem Befall zu gehen, die befallenen Fichten zu fällen und möglichst schnell aus dem Wald zu fahren“, berichtet Robert Wiechmann vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF). Im Vergleich zum vergangenen Jahr habe das nasskalte Wetter im Mai zunächst geholfen, die Borkenkäferentwicklung deutlich zu verzögern.

Seit Anfang Juni ist im Flachland jedoch wieder „Stehendbefall an Fichte festzustellen“, so Wiechmann. Jetzt gelte es für jeden Waldbesitzer noch vorhandene, durch nassen Schnee gebrochene Fichten oder den frischen Stehendbefall möglichst rasch aus dem Wald zu schaffen. Und: Bei den momentan herrschenden Temperaturen sei Eile geboten – diese „Brutherde“ aufzuarbeiten.

Bei aller Brisanz sollte jedoch nicht außer Acht gelassen werden, „dass Waldarbeit eine sehr gefährliche Tätigkeit ist, betont Wiechmann. Allein in den ersten fünf Monaten dieses Jahres sind bereits mehr Personen bei der Holzernte in Bayern tödlich verunglückt, als im gesamten vergangen Jahr. Deshalb rät das AELF Holzkirchen allen Waldbesitzern, die größere Schadholzmengen in ihrem Wald haben oder sich unsicher im Umgang mit der Motorsäge sind, die notwendigen Arbeiten an Profis zu vergeben. dwe

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