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Weiße Weste: Rot-Weißer Arbeitssieg

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Ständiger Gefahrenherd: RW-Top-Goalgetter Alex Baumgärtner (Mitte) beim Kopfball vor dem Schlierseer Tor.
Ständiger Gefahrenherd: RW-Top-Goalgetter Alex Baumgärtner (Mitte) beim Kopfball vor dem Schlierseer Tor.

Schlecht haben sie nicht gespielt, auch wenn der Glanz der vorherigen Begegnungen etwas gefehlt hat: Die elf rot-weißen Mannen um Kapitän Alem Muharemovic, die am vergangenen Mittwochabend zu Hause den TSV Schliersee mit 4:1 (2:0) wieder nach Hause schickten.

Dabei ist der „kleine“ Tölzer Fußballverein, deren eindeutiges Saisonziel „Aufstieg“ lautet, mittlerweile die beste Mannschaft im gesamten Zugspitzkreis. 15 Punkte aus fünf Spielen, dabei 29 Tore geschossen bei lediglich drei Gegentreffern, also fast sechs Mal in jeder Begegnung erfolgreich, sind eindeutiger Beleg dafür, dass es die Rot-Weißen diesmal wirklich ernst nehmen mit ihrer selbst gesetzten Vorgabe. „Ein Arbeitssieg. Die Hauptsache ist aber, dass wir gewonnen haben“, brachte Jens Millenet, der Trainer des Tabellenführers in der A-Klasse 3, das Fazit der vorgezogenen Mittwochspartie auf den Punkt: „Wir haben einfach den Ball zu lange gehalten und sind deshalb nicht in den Spielfluss gekommen wie in den Partien zuvor.“ Zudem agierte der TSV Schliersee extrem defensiv und lauerte auf Konter. Allerdings vergeblich. So musste zumindest im ersten Durchgang RW-Torhüter Sebastian Kohlhauf nicht ein einziges Mal ernsthaft eingreifen und verlebte einen ruhigen Abend. Positiv ist anzumerken, dass die Hausherren sehr geduldig ihr Spiel aufzogen, immer wieder mit viel Übersicht angetrieben von Murat Budak. Sie fielen auch nicht in Hektik, als es mit dem Tore schießen nicht gleich klappte. So dauerte es fast eine halbe Stunde bis Top-Goalgetter Alex Baumgärtner sich trotz Bedrängung im Strafraum durchsetzte und zur Führung einnetzte (29.). Vorausgegangen war ein Sololauf von Ludwig Buchmair über links mit anschließender präziser Flanke in die Mitte. Fast ein Spiegelbild der Führung war der zweite Treffer: Diesmal brachte Stefan Linseisen das Spielgerät über rechts nach vorne, während Martin Schmid aus etwa elf Metern Entfernung der Nutznießer war (44.). Etwas munterer wurden die Gäste nach dem Seitenwechsel und kamen hin und wieder sogar vor den Kasten der Hausherren. Doch dann spielte ihnen ihr eigener Keeper Michael Rummer zwei Streiche. Ein verunglückter Abschlag landete genau vor den Füßen von Baumgärtner. Der sagte Danke spielte den Torhüter noch aus und schoss aus spitzem Winkel ins lange Eck (65.). Als dann Schmid noch eine Ecke direkt verwandelte, wobei Rummer samt Ball im Netz landete (74.), war die Partie gelaufen. Allerdings kam Schliersee noch zum Ehrentreffer (84.), als die RW-Defensive ihre Aufgaben in den allerletzten Minuten zu locker angehen ließ. So kam Millenet zu dem Schluss: „Auch künftig werden die Gegner nur noch massiert hinten stehen. Da hilft halt nur geduldig spielen.“ Und dass sie auch das drauf hat, hat seine Truppe bewiesen.

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