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Wetterkapriolen verhageln die Ernte

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Seit Wochen suchen Unwetter und Regenschauer den Landkreis heim. Aufgrund der Wetterkapriolen ist die Stimmung der Landwirte im Keller. „Ertragseinbußen und mindere Qualität“, so skizziert Kreisbäuerin Ursula Fiechtner die Erntesituation.

Das Problem ist schnell gefunden. Das nasskalte Wetter im Frühjahr und die kurzfristige, plötzliche Hitze. „Einige Landwirte hatten mit sogar ‘Notreife’ zu kämpfen“. Sprich die Körner reiften erst zu schnell und blieben dann zu klein. Aber auch im August war das Wetter ernte-technisch alles andere als optimal. „Bescheiden“ sei diese ausgefallen, sagt der Eurasburger Landwirt Alois Schuller. Aufgrund der schlechten Qualität sei das Getreide nichts mehr wert und nur noch als Futter zu gebrauchen. „Qualitätsgetreide hingegen ist rar auf dem Markt,“ betont der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes. Im Umkehrschluss bedeutet die geringe Menge an Qualitätsgetreide einen explosionsartigen Anstieg des Preises auf dem Weltmarkt. Der sei binnen weniger Wochen um das Doppelte gestiegen. Den Minderertrag beziffert Schuller auf rund 20 Prozent. Nun hofft der Eurasburger auf einen „schönen Herbst“. „Wir müssen es so nehmen wie es kommt,“ resümiert Schuller zweckoptimistisch. Fiechtner will nicht jammer: „Die Lage ist schlecht, aber es gab auch schon schlimmere Jahre.“

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