„Zwei von vier Forderungen erfüllt“

„Wir für Tölz!“: Unternehmerverein präsentiert Ergebnisse der Resolution

Monika Uhl von „Pro Innenstadt Penzberg“ übergibt die Resolution an Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.
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Wichtiger Termin in der Münchner Staatskanzlei: Monika Uhl von „Pro Innenstadt Penzberg“ übergibt die Resolution an Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.
  • Daniel Wegscheider
    VonDaniel Wegscheider
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Landkreis – Zwei Monate ist es her, dass der Unternehmerverein „Wir für Tölz!“ gemeinsam mit 27 weiteren bayerischen Gewerbevereinen und Innenstadt-Initiativen die Resolution „Wir bluten aus!“ verabschiedete und die Politik zum sofortigen Handeln aufgefordert hat.

Deren geäußerte Befürchtung: eine Pleitewelle im Einzelhandel sowie das Ende von lebendigen Innenstädten. Jetzt kann der Erste Vorsitzende von „Wir für Tölz!“, Dr. Ralph Munkert, bilanzieren: „Zwei unserer vier Forderungen hat die Staatsregierung bereits erfüllt.“

Anfang Mai machte der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) den Anfang, überreicht wurde ihm die Resolution persönlich in der Münchner Staatskanzlei von der Initiatorin und Vorsitzenden von „Pro Innenstadt“ Monika Uhl aus Penzberg. Unterzeichnet haben diese 28 Gewerbevereine, die wiederum 2.235 Unternehmen vertreten.

Aiwanger sagte nun bei der Vorstellung eines Soforthilfeprogramms für bayerische Städte und Standortinitiativen: „Wir ergreifen die Initiative, damit wieder Leben in die Innenstädte kommt, sobald sich die Pandemie abschwächt.“

Wer dafür ausgewählt werde, erhalte professionelle Begleitung bei der Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Belebung von Handel und Innenstädten. Kurz darauf folgte die bayerische Bauministerin Kerstin Schreyer mit dem Förderprogramm „Innenstädte beleben“: In dieser Initiative der Städtebauförderung stellt der Freistaat Bayern 100 Millionen Euro für kurz- und langfristige Maßnahmen zur „Belebung und Stärkung der Innenstädte“ zur Verfügung.

„Am Anfang der Resolution wurden wir belächelt“

Der Unternehmerverein „Wir für Tölz!“ begrüßt das Förderprogramm des Wirtschafsministeriums und hat sich mit Vorschlägen für geeignete Maßnahmen im Förderprogramm „Innenstädte beleben“, das über die Kommunen beantragt wird, eingebracht. Am Anfang, so erinnert sich Uhl, sei man wegen der Resolution sogar etwas belächelt worden: „Viele konnten sich nicht vorstellen, dass wir mit unserer Aktion auf politischer Ebene tatsächlich etwas bewegen können“, betont sie. Umso erleichterter ist Uhl nun, dass der Protest aus den Innenstädten nicht nur gehört, sondern innerhalb von zwei Monaten mit konkreten Maßnahmen beantwortet wurde.

„Wir lassen nicht locker“

Bleiben noch zwei offene Forderungen: die nach Ausweitung der verkaufsoffenen Sonntage und jene nach Erleichterungen für Einzelhandelsbetriebe, wenn diese ein wirkungsvolles Hygienekonzept nachweisen können. „Wir lassen auch hier nicht locker“, erklärt Munkert: „Wir freuen uns jedoch, dass den Innenstädten mit zwei Förderprogrammen ganz konkret geholfen wird.“

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