Feuer im „Schlössl“

Wirt Reinhard Sieberer will Restaurant und Hotel Ende Januar wieder eröffnen

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„Das Schlössl“-Wirt Reinhard Sieberer will nach dem Brand in dem Gasthof und Hotel weitermachen: Schon Ende Januar soll die Wiedereröffnung stattfinden.

Bad Tölz – „Na klar mache ich weiter. So weit fehlt es ja glücklicherweise nicht“, ist Reinhard Sieberer, der Wirt des Hotel und Restaurants „Das Schlössl“ im Tölzer Badeteil nach dem Brand am vergangenen Donnerstagnachmittag schon wieder dabei die Aufräumarbeiten zu organisieren.

Seit seinem 24sten Lebensjahr ist der heute 69-Jährige selbstständiger Wirt und er kann sich auch gar nichts anderes vorstellen: „Ich bin es so gewohnt und habe mein ganzes Leben lang gearbeitet. Die Hände in den Schoß zu legen, das liegt mir einfach nicht.“

Glück im Unglück hatte er trotz des Brandes. So etwa, weil sein Mitarbeiter, der in der dritten Etage des Gebäudes wohnt, gegen halb drei Uhr in die Stadt gehen wollte, so den durch den Schwelbrand im Keller ausgelösten Qualm bemerkte und die Feuerwehr verständigte. Außerdem hatten auch die Rauchmelder in der ersten Etage bereits Alarm gegeben. Glück auch deshalb, dass es zu keinem Personenschaden gekommen ist, da nur eines der 14 Zimmer des Hotelbetriebs zu diesem Zeitpunkt belegt war. „Und das Ehepaar, das dort wohnte, war gerade beim Spazierengehen.“

„Wir hatten nämlich tags zuvor einen großen Abreisetag“, erklärt Sieberer, der sich selbst zum Zeitpunkt des Unglücks in seinem Tiroler Heimatort Schwaz befand, nachdem am Donnerstag im „Schlössl“ Ruhetag ist: „Da hat mich dort dann auch gegen 14.30 Uhr der Anruf meines Mitarbeiters erreicht.“

Die Tölzer Feuerwehr war nach der Alarmierung mit sechs Einsatzfahrzeugen und 35 Mann schnell vor Ort und ging wegen der starken Rauchentwicklung mit Atemschutzgerät gegen das Feuer vor. Da waren zügig die Flammen gelöscht, die in einem Kellerraum auf mehreren Quadratmetern ausgebrochen waren. „Die Feuerwehr hat wirklich schnell und gut gearbeitet, so dass sich der Schaden noch in Grenzen hält“, lobt Sieberer die Einsatzkräfte. Insgesamt wird der Schaden auf rund 15 000 Euro geschätzt.

Da der Kellerraum lediglich als Lagerraum für allerlei Krimskrams genutzt worden war – „da war nichts Wertvolles dabei“- wurde lediglich die Schankanlage im angrenzenden Raum durch die Hitzeentwicklung in Mitleidenschaft gezogen. „Da sind etliche Schläuche regelrecht aufgeplatzt.“ Wesentlich schlimmer ist für den Hotel- und Gaststättenbetrieb der Rauchgeruch, der sich im ganzen Haus ausgebreitet hat. „Da werden wir wohl alle Wände abwaschen und dann bestimmt neu weißeln müssen“, fasst Sieberer die vordringlichen anstehenden Arbeiten zusammen. Freilich muss er aber zuerst noch abwarten, was der Sachverständige seiner Brandversicherung feststellt.

Die Kriminalpolizei Weilheim untersucht derzeit, wie es überhaupt zu dem Brand kommen konnte. Die Ermittlungen der Brandfahnder des zuständigen Fachkommissariats K1 sind bislang noch zu keinem Ergebnis in Sachen Brandursache gekommen. Allerdings gebe es keinerlei Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung.

Sieberer war nach mehreren Stationen als Wirt über Penzberg, Bad Wiessee und München 2004 nach Bad Tölz gekommen. Hier führte er bis 2009 die Gaststätte im Tölzer Eisstadion. Jedenfalls ist er guter Dinge, dass er gegen Ende des Monats Restaurant und Hotelbetrieb seines „Schlössls“ wieder aufnehmen kann. ejs

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