Abstand halten ist das Gebot der Stunde

Bilanz des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd zum Einsatzgeschehen rund um die Corona-Pandemie

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Beamte kontrollieren derzeit die Einhaltung der Ausgangsbeschränkung. Bisher wurden 1.149 Verstöße festgestellt.

Landkreis - Seit einen Monat kontrollieren die Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd die Einhaltung der Ausgangsbeschränkung sowie der Abstands- und Schutzregeln, die für den Freistaat Bayern zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie gelten. Die Bilanz fällt auch nach der vierten Woche positiv aus. Ab kommender Woche ist es in Bayern Pflicht beim Einkaufen sowie im Öffentlichen Nahverkehr eine Gesichtsmaske zu tragen. 

Knapp 13.000 Kontrollen führte die Polizei seit Ostermontag bis Sonntag im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd durch. Dabei wurden 1.149 Verstöße festgestellt. In 799 Fällen wurden Anzeigen erstattet, die meisten (791) davon wegen Missachtung der Ausgangsbeschränkung.

Am Samstag war im Vergleich zum Osterwochenende ein deutlich stärkerer Ausflugsverkehr festzustellen, jedoch hielten sich die Wanderer und Radlfahrer mehrheitlich an die Vorgaben, so dass es kaum zu Beanstandungen kam. Die Einhaltung der Ausgangsbeschränkung wurde, wie bereits an den vergangenen Wochenenden, nicht nur von den Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, sondern mit Unterstützung der Alpinen Einsatzgruppe, der Reitergruppe, der Kontrollgruppe Motorrad, der Wasserschutzpolizei sowie der Bayerischen Bereitschaftspolizei kontrolliert.

"Nur gemeinsam können wir den Kampf gegen Corona gewinnen"

„Bürger im südlichen Oberbayern verhalten sich überwiegend sehr diszipliniert und beachten die Schutzregeln. Aber wir müssen weiter gemeinsam an einem Strang ziehen, um die Pandemie einzugrenzen“, betont Polizeipräsident Robert Kopp. Deshalb appelliert er mit Blick an die seit Montag geltenden Lockerungen: „Halten des Mindestabstands von 1,5 Metern ist das Gebot der Stunde. Nur gemeinsam können wir den Kampf gegen das Corona-Virus gewinnen“

Diese Lockerungen treten mit der sogenannten zweiten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in Kraft. Sie sehen unter anderem vor: dass Bau- und Gartenmärkte, Gärtnereien, Baumschulen und Fahrradwerkstätten wieder geöffnet haben. Für das Benutzen von Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs sowie für den Aufenthalt in Geschäften wird dringend empfohlen, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Gesichtsmaskenpflicht in Geschäften und im ÖPNV

Laut Ministerpräsident Markus Söder ist dies ab kommender Woche sogar Pflicht: "Ich spreche hier insbesondere vom Erfordernis, in bestimmten öffentlichen Bereichen einen einfachen Mund- und Nasenschutz („Gesichtsmaske“ oder „Community-Maske“) zu tragen. Aktuell ist dieser lediglich dringend erwünscht. Das wird sich in Bayern ändern. Ab nächster Woche wird das Tragen von Gesichtsmasken im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf in allen geöffneten Läden – also auch in den Lebensmittelgeschäften und Sortimentern des täglichen Bedarfs, die zu keinem Zeitpunkt geschlossen hatten – obligatorisch sein."

Bisher waren nur Bewegung und Sport mit Personen des eigenen Hausstands oder dem Lebenspartner erlaubt. Mit der Neuregelung darf die Wohnung zu Sport und Bewegung an der frischen Luft alternativ auch mit einer weiteren nicht im selben Hausstand lebenden Person verlassen werden. Diese Neuregelung umfasst das Treffen von maximal zwei Personen. Familientreffen sowie Besuche bei Freunden bleiben auch weiterhin wegen des Infektionsrisikos untersagt.

“Für Fragen zur Ausgangsbeschränkung sowie zu den Veranstaltungsverboten und Betriebsuntersagungen bitten wir auch weiterhin nicht den Polizeinotruf 110 oder die örtlichen Polizeiinspektionen anzurufen“, betont Kopp. Die Servicestelle der Bayerischen Staatsregierung ist der zentrale Ansprechpartner für alle Bürger. Sie bietet einen direkten Draht in die Verwaltung des Freistaats mit allen Ministerien und Behörden. Die meisten Fragen zur Ausgangsbeschränkung werden auf den Seiten des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration Online auf www.stmi.bayern.de/ beantwortet. dwe

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