Es bleibt bei Pellets

Antrag für Gas-Kessel und Solaranlage findet keine Mehrheit

Solaranlage wird aufgebaut
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Antrag für Gas-Kessel und Solaranlage findet keine Mehrheit

Wolfratshausen – Es bleibt bei dem Blockheizkraftwerk für die vier städtischen Liegenschaften, entworfen vom Tölzer Ingenieurbüro Schuhmacher & André.

Der Bauausschuss der Stadt Wolfratshausen verabschiedete die bereits seit längerem diskutierte Heizzentrale in der ehemaligen Landwirtschaftsschule an der Ludwig-Thoma-Straße mit einer Gegenstimme. Dort untergebracht sind Kita, Hort, die Schule für Heilerziehung sowie das Stadtarchiv. Dagegen stimmte Richard Kugler (Wolfratshauser Liste), der eine Heizzentrale mit Pellet-Kessel als nicht wirtschaftlich und klimagerecht ablehnte.

Kugler favorisierte einen Gas-Brennwert-Kessel und eine Solarthermieanlage. Diese Kombination würde den von der Stadt ausgerufenen Klimanotstand Rechnung tragen, erläuterte er in seinem eingereichten Antrag. Dagegen versicherte Christian Schumacher der Runde abermals, dass er hinter seinem Vorschlag weiter stünde, die Wirtschaftlichkeit seiner Anlage gegeben sei und er bei Problemen von Tölz schnell in Wolfratshausen wäre. „Ich hätte ihnen nicht diese Anlage vorgestellt, wäre ich nicht selbst davon überzeugt“, sagte Schuhmacher den Mitgliedern des Bauausschusses. Kugler indes verwies darauf, dass die Brenner derartiger Klein-Kraftwerke oft anfällig seien, was er als gelernter Heizungsbauer und Installateur immer wieder erlebe. Energieeffizienz und Ökologie seien gerade im Sommer nicht gegeben.

Wohl auch aufgrund des überaus knappen Einreichens seines Antrags, fand Kugler keine Unterstützung aus der Runde. Rathaus-Vize Günther Eibl (CSU) betonte, ein Blockheizkraftwerk sei für eine Verbund-Versorgung allemal wirtschaftlicher als Kuglers Lösung. Diese wiederum könne er sich bei einem alleinstehenden Gebäude gut vorstellen. „Wir sind ein Laiengremium“ und daher auf Aussagen von Fachleuten angewiesen, sagte Josef Praller (BVW). Mit Kuglers Variante habe er sich nicht beschäftigen können, ergänzte Praller. Und SPD-Stadträtin Gerlinde Berchtold hatte überhaupt keine Lust auf eine erneute stundenlangen Debatte: „Warum soll Herr Schuhmacher auf Kuglers Antrag Stellung nehmen? Das ist schon ziemlich schräg.“ Das Blockheizkraftwerk mit Pellet-Brenner wurde mit 9:1 Stimmen angenommen. po

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