Zum Abschied Sonnenblumen

Freiwilliges Soziales Jahr absolviert – Kinder- und Jugendförderverein sucht Nachfolger

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Feierten Abschied im Garten der HEP-Schule (v. l.): Sophie Rauh, KJFV-Geschäftsführer Fritz Meixner, Lisa Napierala, Maria-Lidia Puchtinger Regás, Laura Winklmeier. Hanna Schrüfer, SV-Münsing-Vorsitzender Dr. Michael Sandherr, Magdalena Sebald, TSV-Wolfratshausen-Vorsitzender Alfred Barth und Niklas Gebauer.

Wolfratshausen – In Zusammenarbeit mit dem TSV Wolfratshausen und dem SV Münsing-Ammerland ermöglichte der Kinder- und Jugendförderverein (KJFV) acht jungen Menschen ein „Freiwilliges Soziales Jahr“ (FSJ). Bei der feierlichen Verabschiedung im Garten der Heilerziehungspflegeschule (HEP) an der Bahnhofstraße berichteten die Freiwilligen und ihre Vorgesetzen über ihre Erfahrungen.

Das „Freiwillige Soziale Jahr“ ist ein Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene, die die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben und nicht älter als 26 Jahre alt sein dürfen. Wie notwendig dieses Engagement ist, erfuhr auch der Kinder- und Jugendförderverein. „Das war ein geniales Jahr mit euch“, lobte Fritz Meixner. Der KJFV-Geschäftsführer sieht das FSJ als wichtigen Baustein, um den Fachkräftemangel in der sozialen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen abzubauen. Das abgelaufene Schuljahr 2019/20 war unter diesem Gesichtspunkt ein besonderes. „Mit insgesamt acht Freiwilligen waren noch nie so viele junge Menschen für unseren Verein tätig“, stellte Meixner zufrieden fest. Ermöglicht wurde dies auch dank der Kooperation mit den Vereinen SV Münsing-Ammerland und dem TSV Wolfratshausen.

„Das war bereichernd und genau das, was ich mir erhofft habe“, berichtete Niklas Gebauer. Er unterstützte die von Dr. Carmen Rieth geleitete Mittagsbetreuung in Münsing. Dr. Michael Sandherr, Vorsitzender des SV Münsing-Ammerland, hat sich für die Besetzung einer FSJ-Stelle eingesetzt, weil er dieses Jahr für „eine extrem wichtige Etappe im Leben eines jungen Menschen hält“. Über ihren Einsatz an der Offenen Ganztagschule (OGS) der Wolfratshauser Isar-Loisach-Realschule schwärmte Lisa Napierala. „Kein Tag war gleich, es war immer was los“, erzählte sie. Einige hunderte Meter weiter sorgte FSJ-lerin Laura Winklmeier dafür, dass in der Mittagsbetreuung im Jugendhaus La Vida kein Personalnotstand aufkam. „Es hat mir super viel Spaß gemacht, mit den Schülern und Schülerinnen zusammen zu sein“, sagte sie.

Dass das Freiwillige Soziale Jahr nun für die acht jungen Frauen und Männer vorbei ist, bedauert Alfred Barth. „Wir haben immer noch zu wenig Trainer und Trainerinnen für Mittags- und Nachmittagsstunden“, bedauert der Vorsitzende des TSV Wolfratshausen. Die Suche nach Nachfolgern für die ausgeschiedenen FSJler gestalte sich schwierig, da manche ein Zimmer brauchen und nicht jeder Bewerber einen Führerschein hat. Ebenso wie Fritz Meixner kann er das freiwillige Engagement nur empfehlen. „Alle haben im Umgang mit Menschen etwas dazugelernt!“, stellte Barth fest. Peter Herrmann

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