Brennbare Flüssigkeit ausgelaufen

Feuerwehreinsatz: 80 Einsatzkräfte bei Gefahrenstoffaustritt in Wolfratshausen gefordert

Bad Tölz Feuerwehr Tölz Einsatz in Wolfratshausen
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Einsatz in Wolfratshausen: Zu einer Lagerhalle an der Bürgermeister-Seidl-Straße rückten 80 Feuerwehrleute aus.
  • Viktoria Gray
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Wolfratshausen - Ein Gefahrstoffaustritt in einer Lagerhalle nach einem Arbeitsunfall forderte am Montag, 3. Mai, bis in die Abendstunden zahlreiche Einsatzkräfte.

Der Vorfall ereignete sich gegen 15.18 Uhr. An der Bürgermeister-Seidl-Straße bei einer Lagerhalle kam es zu einem Arbeitsunfall. „Dabei wurde ein Behälter mit 1.000 Litern brennbarer Flüssigkeit beschädigt“, berichtet der Pressesprecher der Kreisbrandinspektion Bad Tölz-Wolfratshausen Stefan Kießkalt.

Die Arbeiter vor Ort setzten daraufhin einen Notruf ab. „Die Mitarbeiter haben sofort reagiert und sich vorbildlich verhalten“, erklärt Einsatzleiter und Kommandant der Wolfratshauser Feuerwehr Andreas Spohn. Es folgte ein Großaufgebot an Einsatzkräften
von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. „Das Gebäude wurde evakuiert“, so Spohn.

500 Liter bereits ausgelaufen

Als die ersten Einsatzkräfte der Wolfratshauser Feuerwehr eintrafen, waren etwa 500 Liter der brennbaren Flüssigkeit schon ausgelaufen. In der Lagerhalle bestand zusätzlich die Gefahr, dass sich ein explosionsfähiges Gemisch an Gasen in der Umgebungsluft sammelt.

Erste Messungen bestätigten schließlich die Gefahr. Die Einsatzkräfte reagierten mit umfangreichen Maßnahmen. „Zum einen musste der Gefahrstoffaustritt gestoppt werden, die Halle musste belüftet werden und die brennbare Flüssigkeit mit einem Schaummittel abgedeckt werden“, erklärt Kießkalt. Um eine Ausbreitung des Gefahrstoffes zu vermeiden, wurden auch an den Türen und Toren der Halle Wasserrückhaltemöglichkeiten geschaffen. „Messungen im Außenbereich der Halle brachten keine weitere Gefahr“, heißt es weiter. Die Lüftungsmaßnahmen in der Halle zeigten ihre Wirkung und die Gaskonzentration konnte abgebaut werden.

Arbeiten bis in die Abendstunden

Die restliche Flüssigkeit, die sich noch im Behälter befand, wurde in einen anderen umgepumpt und anschließend wurde das mit der ausgelaufenen Flüssigkeit gemischte Schaummittel abgesaugt. „Diese Arbeiten dauerten bis in die Abendstunden“, berichtet Kießkalt. Insgesamt waren etwa 80 Personen vor Ort, darunter Einsatzkräfte der Feuerwehr Wolfratshausen, der Feuerwehr Weidach, der Feuerwehr Geretsried, der Feuerwehr Bad Tölz, Fachberater ABC, der Kreisbrandmeister Gefahrgut, der Kreisbrandrat selbst sowie der Kreisbrandinspektor Nord und eine örtliche Unterstützungsgruppe (UG-ÖEL).

Verletzt wurde bei dem Einsatz zum Glück niemand.

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