Fasching trotz Corona

Wolfratshausen/Geretsried: Narreninsel eröffnet Saison

Geretsried: (hinten v.l.) Narreninsel-Ehrenpräsident Richard Glas, der Geretsrieder Bürgermeister Michael Müller, der Wolfratshauser Rathauschef Klaus Heilinglechner, Narreninsel-Präsident Franz Hübler, Bürgermeister-Gattin Daniela Müller und die Garden der Narreninsel.
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Starten verantwortungsbewusst in den Fasching: (hinten v.l.) Narreninsel-Ehrenpräsident Richard Glas, der Geretsrieder Bürgermeister Michael Müller, der Wolfratshauser Rathauschef Klaus Heilinglechner, Narreninsel-Präsident Franz Hübler, Bürgermeister-Gattin Daniela Müller und die Garden der Narreninsel.

Geretsried/Wolfratshausen – Im Vorjahr musste die Narreninsel Wolfratshausen coronabedingt alle Auftritte absagen. Nun entschied sich der Vorstand zu einer Durchführung von Faschingsveranstaltungen.

Trotz steigender Inzidenzzahlen entschied sich die Narreninse zu einer Durchführung von Faschingsveranstaltungen, verzichtet aber auf Prinzenpaare.

Nach dem offiziellen Faschingsbeginn am 11. November versammelten sich Garden aller Altersgruppen im Biergarten-Bereich der Ratsstuben. „Narreninsel“-Präsident Franz Hübler freute sich dabei über die moralische Unterstützung des Geretsrieder Bürgermeisters Michael Müller und seines Wolfratshauser Amtskollegen Klaus Heilinglechner. Eine erneute Absage sämtlicher Faschingsaktivitäten wie im Vorjahr kommt für das Trio nicht infrage.

„Viele werden uns kritisieren, aber wir müssen für die Leute was machen“, erklärte Hübler. Während der Corona-Krise seien sehr viele aktive Mitglieder abgesprungen. Selbst die obligatorischen Prinzenpaare wird es dieses Jahr nicht geben.

„Es wäre eine unzumutbare Kostenfrage, da wir auf Grund der derzeitigen Coronalage nicht sagen können, wie es weitergehen wird oder wie viele Auftritte wir gehabt hätten“, bedauerte der Narreninsel-Chef. Er verwies darauf, dass alle Aktiven und Betreuer geimpft oder genesen sind. Die Beachtung strenger Corona-Vorgaben verstehe sich ohnehin von selbst.

Im Anschluss an seine Ansprache stellte Hübler die seit August trainierenden Garden und als Überraschungsgäste zwei „Botschafter der Freude“ vor: Bürgermeister Michael Müller und seine Ehefrau Daniela nahmen diese Ehre gerne an.

Licht am Ende des Tunnels

„Natürlich kommt es auf einen verantwortungsvollen Umgang in Pandemie-Zeiten an“, stellte der Rathauschef klar. Man dürfe aber die Bürger nicht ständig ermahnen, sich impfen zu lassen, und dann das gesellige Miteinander generell verbieten. „Es braucht ein Licht am Ende des dunklen Tunnels“, erhofft sich Müller eine Signalwirkung.

Er appellierte erneut an den ungeimpften Teil der Bevölkerung, Bedenken gegen den Pieks beiseite zu schieben. „Wir werden nur mit einer starken Durchimpfung durch diese Pandemie kommen“, sagte Müller abschließend.

Franz Gehring, ehemaliger Amtsleiter der Stadt Wolfratshausen und Ehrenpräsident der Narreninsel, zeigte sich von Müllers Worten beeindruckt. „Dass sich ein Bürgermeister so stark mit dem Fasching identifiziert, habe ich hier noch nie erlebt“, lobte er.

Ein weiterer Ehrenpräsident, Richard Glas, heizte die vier Garden „Island Dancers“, „Speedy’s, „Dancing Fires“ und „Crazy Housewifes“ abschließend mit dem selbst auferlegten Anfeuerungsruf „Du mi a“ an. ph

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