Feldzug gegen die Hydra

Wolfratshausen/Geretsried: S7-Betroffene kritisieren Flächenfraß und mangelnde Kommunikation

Karikatur verdeutlicht, dass der S-Bahn-Ausbau ein Musterbeispiel des Flächenfraß ist und nur der Baulandgewinnung dient
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Kampf gegen die S-Bahn Verlängerung: „Die Karikatur soll verdeutlichen, dass der S-Bahn-Ausbau ein Musterbeispiel des Flächenfraß ist und nur der Baulandgewinnung dient“, so Kritiker Heinz Wensauer über seine alles verschlingende Hydra.
  • Franca Winkler
    VonFranca Winkler
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Wolfratshausen/Geretsried - Der Einladung von Heinz Wensauer, dem selbsternannten Anführer im Feldzug gegen die S7-Verlängerung nach Geretsried, sind viele gefolgt.

Gut 20 Personen trafen sich am vergangenen Sonntag im Geretsrieder Gasthof Geiger zur Diskussion bei der sich viel Ärger frei machte, unter ihnen betroffene Grundstücksbesitzer, Lokalpolitiker und kritische Bürger.

130 Einwände und Bedenken

Im Rahmen des Projekts „S7-Verlängerung“ werden laut eines Sprechers von der Regierung Oberbayern aktuell etwa 130 Einwände und Bedenken von der Deutschen Bahn beantwortet, die im Rahmen der Online-Konsultation eingegangen sind. Die Antworten werden im Anschluss an die Regierung von Oberbayern geleitet. Bevor sich damit die Träger öffentlicher Belange befassen.

Die mangelnde Kommunikation in diesem Ablauf kritisierten die anwesenden Geretsrieder Stadträte Edmund Häner (FDP) und Kohlert (GL): vom laufenden Planfeststellungsverfahren seien kaum Informationen zu erhalten. Betroffene, darunter auch Wensauer selbst, zeigten sich verärgert darüber, dass erst nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens Gespräche mit der Bahn stattfinden würden.

„Der Kas‘ is noch lang ned bissn“

Eine Meinung, die viele Anwesende ebenso teilen, spricht Wensauer aus: „Es wird gebaut und gebaut und plötzlich merkt man, dass auch eine Infrastruktur benötigt wird.“ Auch Patrick Lechner (FDP Wolfratshausen) ist überzeugt, dass sich keiner eingestehen will, das sich das Projekt nicht mehr rechnet.

Der 79-jährige Wensauer zeigte sich mit dem Gedankenaustausch im Gasthof zufrieden. Er werde das Thema immer wieder in die Stadträte tragen. „Und wer weiß was die Entwicklungen in der Technik noch alles bringen werden und vielleicht das Projekt überholen,“ so Wensauer: „Wir bleiben auf jeden Fall dran.“ Landrat Josef Niedermaier (FW) habe einst Wensauers Kritik entgegengehalten, dass ‚der Kas‘ bissn sei‘. Dem widerspricht Wensauer mit Nachdruck: „Das Verfahren läuft noch. Also ist alles noch offen. Der Kas‘ is noch lang ned bissn.“

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