Ingenieur Johannes Voit stellt Plan im Bauausschuss vor – Beschluss Ende 2021

Wohnungen direkt neben dem Bahngleis

Gleisdreieck Wolfratshausen
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Im Gleisdreieck zwischen Zugspitz-, Wetterstein- und Sauerlacher Straße soll ein Wohngebiet entstehen.

Wolfratshausen – Zwischen dem Bahn-Übergang an der Sauerlacher Straße und der sogenannten Indianersiedlung an der Zugspitzstraße sollen nach Fertigstellung der S-Bahn-Verlängerung Wohnungen entstehen.

Nun stellte Ingenieur Johannes Voit dem Bauausschuss einen überarbeiteten Planungsentwurf vor: Das rund 15.000 Quadratmeter große Areal wurde der Stadt in den 1990er-Jahren von einer Bürgerin mit der Auflage vererbt, dass dort Reihen- und Doppelhäuser errichtet werden sollen. Gebaut werden kann jedoch frühestens in neun Jahren. Denn die Bahn benötigt die Fläche, um dort während dem Tunnelbau an der S7-Verlängerungsstrecke Bauteile zu lagern.Der Bauausschuss beschloss bereits im Februar 2020 die Eckpunkte eines Bebauungsplans, der nun modifiziert wurde.

Abweichend von der damals beschlossenen Ringerschließung schlug Ingenieur Johannes Voit nun eine Erschließung über zwei Sackgassen mit Wendehammern vor. „Dies ist erforderlich, da die Kombination der Ringerschließung mit der geforderten Gemeinschaftstiefgarage nicht umzusetzen ist.“ Der Planentwurf sieht nun eine dichtere Bebauung mit Reihenhäusern vor. Oberhalb der Gemeinschaftstiefgarage ist ein Spielplatz angedacht. Zudem ist dort eine Fläche für eine intensivere Baumbepflanzung und eine zentrale Wärmeversorgung etwa ein Blockheizkraftwerk vorgesehen.

Die geplante Zufahrt erfolgt im Westen über die künftigen Bahnanlagen. „Ursprünglich war angedacht, die seitens der DB notwendige Behelfsbrücke gleich so auszubauen, dass sie später der Erschließung des Baugebiets dient“, berichtete Voit. Im Laufe der Planungsphase sei man jedoch davon abgekommen. „Die Änderung würde eine erhebliche Verbreiterung der Verkehrsfläche im Bereich der Zufahrt für die erforderlichen Radien notwendig machen“, gab Voit zu bedenken. Hierdurch würden einige Wohneinheiten wegfallen. Zudem müsste die Rampe der Tiefgarage dann direkt an die geplante Wohnbebauung verlegt werden.

In der anschließenden Debatte kritisierte Josef Praller (Bürgervereinigung Wolfratshausen), dass die Fußwege zur Garage für Senioren in den mittleren Gebäuden zu weit seien. Voit räumte ein, dass hier im Zuge der weiteren Planung noch nachgebessert werden könne. Mit Ausnahme von Praller stimmten alle Mitglieder des Bauausschusses für den Planungsentwurf, der voraussichtlich Ende September zur frühzeitigen Beteiligung von Bürgern, Behörden und Trägern öffentlicher Belange ausgelegt wird. Der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan muss dann spätestens Ende 2021 erfolgen. Peter Herrmann

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