Mode, Kunst und Theater

Kulturverein Isar-Loisach nutzt Turm am Schwankl-Eck für Veranstaltungen

Mode-Boutique: im Wolfratshauser Kunstturm
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Mode-Boutique: Zahlreiche Besucher schauten im Wolfratshauser Kunstturm vorbei.

Wolfratshausen – Im August mietete der Kulturverein Isar-Loisach das traditionsreiche Gebäude am Schwankl-Eck an, um dort Ausstellungen, Konzerte und Theateraufführungen zu veranstalten. Am vergangenen Wochenende lockte eine Mode-Boutique über 100 Besucher in den Kunstturm.

„Mode-Design ist auch eine Form von Kunst: Das ist unser Beitrag für Nachhaltigkeit und Wiederverwertung“, erklärte Andrea Weber. Die zweite Vorsitzende des Kulturvereins Isar-Loisach und vier weitere Frauen luden am Samstag in die „kleine Boutique im Kunstturm“ ein. Obwohl der Zulauf schon am Vormittag groß war, ließen sich die coronabedingten Sicherheitsabstände und Hygieneregeln problemlos einhalten.

So konnten die Besucher etwa Kleidungsstücke erwerben, die einmalig für eine Filmproduktion verwendet und dann ausrangiert wurden. In einer anderen Ecke bot KIL-Mitglied Friederike Krüger Handtaschen, Accessoires und Lederhosen ihres Upcycling-Labels „aufgemöbelt“ an. Handgemachte Filzprodukte von Barbara Kerschbaumer sowie ausgewählte Second-Hand-Kleidung rundeten die im Erdgeschoss des Kunstturms aufgereihte Vielfalt ab. Dazu servierten die KIL-Mitglieder Kirsten Braun und Eva-Maria Trost-Groß Prosecco, Kaffee und Häppchen. „Die Einnahmen vom Verkauf gehen als Spende an ein Designer-Projekt nach Esslingen“, verriet Andrea Poloczek. Die ehemalige Leiterin der Stadtbücherei hatte die Idee, den Kunstturm für acht Stunden in eine Mode-Boutique zu verwandeln. Zudem nutzten viele Gäste am Samstag zum letzten Mal die Gelegenheit, im ersten und zweiten Stock die Ausstellung „Die Welt der Frau“ der ägyptischen Karikaturistin Doaa El-Adl zu sehen. „Wir konnten über den Tag verteilt etwas mehr als 100 Besucher begrüßen: Das war ein grandioser Erfolg“, bilanzierte Weber zufrieden.Wie lange der Kunstturm am Schwankl-Eck noch die Wolfratshauser Altstadt beleben wird, hängt vor allem von städtischen Zuschüssen und privaten Spenden ab.

Eine weitere Premiere startet am Sonntag, 18. Oktober. Die Aufführung des von Patrick Süskind verfassten Theaterstückes „Der Kontrabass“ beginnt um 19.30 Uhr (Einlass: 19 Uhr). In dem Ein-Mann-Stück spricht der Münchner Schauspieler und Künstler Moritz Fitzek einen irrwitzigen Monolog. Der Eintritt erfolgt auf Spendenbasis. Es sind coronabedingt nur begrenzt Plätze frei. Anmeldungen per E-Mail an kunstturm@mail.de. Weitere Aufführungstermine sind am Samstag, 21. November, sowie Samstag,12. Dezember. Peter Herrmann

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