Gegen die Einsamkeit

Hilfsorganisation Malteser sucht wieder Ehrenamtliche

Kontakt bleibt: Wenn persönliche Kontakte während Corona nicht möglich sind, wird telefoniert
+
Kontakt bleibt: Wenn persönliche Kontakte während Corona nicht möglich sind, wird telefoniert

Wolfratshausen – Corona mit seinen Auflagen und Einschränkungen bringt gerade für viele Senioren und Alleinlebende Einsamkeit mit sich.

Abhilfe kann der Besuchsdienst der Malteser in Wolfratshausen bringen. Daher sucht die Hilfsorganisation ab sofort ehrenamtliche Helfer für den Besuchs- und Begleitungsdienst.

Im Landkreis leben viele Senioren allein. Corona verschärft die Situation noch zusätzlich. Senioren gehören zur Risikogruppe und müssen besonders aufpassen, um eine Ansteckung mit dem Covid-19-Virus unbedingt zu vermeiden. Das bedeutet zu Hause bleiben, möglichst keinen Besuch empfangen und die Wohnung nur verlassen, wenn es absolut nötig ist, wie für einen Arztbesuch. Einsamkeit und soziale Isolation sind die Folgen.

Hier setzt der Malteser Besuchsdienst an. Oft sind die Besuche der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Malteser Hilfsdienst die einzigen Kontakte zur Außenwelt. In der Regel besuchen die Ehrenamtlichen Helfer Senioren einmal in der Woche zu Hause oder in Einrichtungen, begleiten sie zum Einkaufen, zum Arzt oder auf Wunsch auch beim Kirchgang.

„Wir rechnen leider damit, dass in Kürze wieder auf persönliche Kontakte verzichtet werden muss. Aber wir werden in dieser schweren Zeit niemanden allein lassen und dann wieder einen telefonischen Besuchsdienst einrichten“, sagt Gertrud Huber, die den ehrenamtlichen Besuchsdienst bei den Maltesern in Wolfratshausen leitet. Dass so mancher schwermütig wird in dieser belasteten Zeit, liege auf der Hand. „Sollte es zu Kontaktverboten kommen, greifen wir wieder zum Hörer und rufen unsere Senioren an“, verspricht Huber. Das habe in den Monaten des Lockdowns sehr gut funktioniert. „Auf gemeinsame Unternehmungen müssen wir dann auch verzichten“, mutmaßt Huber.

Ein ehrenamtlicher Einkaufservice der Malteser kann dann Wünsche der Senioren notieren und kleinere Besorgungen erledigen. „Wir wollen gerade jetzt in der Corona Zeit noch mehr Senioren diese Art von persönlichem Kontakt anbieten, um Ihnen den Alltag etwas zu erleichtern“, erklärt Huber.

Dafür suchen die Malteser jetzt wieder Frauen und Männer, die sich ehrenamtlich engagieren und Senioren regelmäßig einen Besuch abstatten oder sie telefonisch kontaktieren möchten. Alle neuen Ehrenamtlichen erhalten eine Helferschulung und werden auf die Besonderheiten des Besuchsdienstes vorbereitet. Wer sich für eine ehrenamtliche Mitarbeit beim Besuchsdienst interessiert oder gerne regelmäßig besucht werden möchte, erhält weitere Informationen bei Gertrud Huber, Leiterin des Malteser Besuchsdienstes, unter Tel. 08171/347 918-10 oder per E-Mail an gertrud.huber@malteser.org. dwe

Auch interessant

Kommentare