Hauptausschuss sucht nach Lösung

Christkindlmarkt: Das plant Wolfratshausen als Corona-Alternative

Christkindlmarkt in Wolfrathausen
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Der Christkindlmarkt auf der Marktstraße soll heuer wegen der Corona-Pandemie in andere Form stattfinden.

Wolfratshausen – Wolfratshauser Hauptausschuss sucht nach Lösung, um eine Art Christkindlmarkt in diesem Jahr veranstalten zu können. Die Mitglieder sendeten ein vorsichtiges Signal der Hoffnung.

Der Kirchweih- und Martinimarkt werden wohl ausfallen, denn nach wie vor sind stark frequentierte Veranstaltungen nicht erlaubt. Wie Bürgermeister Klaus Heilinglechner betonte, lasse sich in einer gesperrten Marktstraße als Veranstaltungsort eine Begrenzung der Teilnehmerzahlen nur „sehr schwer kontrollieren“. Auch für einen verkaufsoffenen Sonntag - weil dieser laut gesetzlicher Regelung mit einem zentralen Markt gekoppelt sein muss – sehen Bürgermeister und Rathausverwaltung schwarz. Möglicherweise mit einer geänderten Grundlage, ohne Markttreiben und nur offene Ladengeschäfte, ließe sich vielleicht noch etwas organisieren.

Was den Christkindlmarkt betrifft, wollen die Stadträte noch nicht aufgeben. Heilinglechner betonte: ein Christkindlmarkt mit 6.000 Besuchern über mehrere Tage hinweg, werde nicht durchführbar sein. Auch Peter Plößl (CSU) unterstrich, „der Markt, der uns allen so viel Spaß macht, wird es in seiner bisherigen Form nicht mehr geben“.

Von einem „Plan B ohne Alkohol“ sprach schließlich Fritz Schnaller. Der SPD-Stadtrat könne sich unter Einhaltung alles Hygieneauflagen und mit Maskenpflicht an dezentralen Plätzen über die Stadt verteilt einen Weihnachtsmarkt vorstellen.

Vergleiche mit München und dem Konzept „Summer in the City“ zog Grünen-Stadträtin Annette Heinloth. „Das ist organisatorisch zwar ein größerer Aufwand, wir haben aber viele schöne Platze in Wolfratshausen“, so Heinloth, die sich auch einen anderen Namen wünscht. Denn ein Markt suggeriere einen zentralen Ort, vielleicht nennen wir ihn Weihnachten in der Stadt“.

Schnaller und Helmut Forster (BVW) wollen auch den verkaufsoffenen Sonntag nicht abschreiben. Mit einem geänderten Konzept ohne Buden könne dieser durchaus stattfinden. „Wir können eine Stadt nicht dauerhaft auf Null herunterfahren“, sagte Schnaller. Schließlich verhielten sich die meisten Bürger verantwortungsvoll an die Corona-Regeln. Auch ließen sich die Personen-Begrenzungen sowie eine Kontaktrückverfolgung durch die Ladenbesitzer selbst gut regeln.

Jetzt will die Verwaltung prüfen, ob der Sonntag in geändertem Format nicht doch genehmigungsfähig ist. Beim Christkindlmarkt wird es schwieriger, da dieser als Großveranstaltungen gilt. Ordnungs- und Kulturamt überlegen, an mehreren dezentralen Plätzen an einem festen Tag einen Markt zu organisieren. Ohne Ausschank von Glühwein und Co. Dieser Variante konnten sich wie beim verkaufsoffenen Sonntag alle Mitglieder im Ausschuss anschließen. Oliver Puls

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